Industrie Bundespräsident besucht E-Autofabrik in Zwickau

Die E-Mobilität ist auf dem Vormarsch. Immer mehr Autohersteller setzen zunehmend auf Elektrofahrzeuge oder kündigen an, sich komplett von Verbrennern zu verabschieden. In Zwickau hat Volkswagen 2018 begonnen, die bestehende Fabrik in eine Produktionsanlage für Elektrofahrzeuge umzuwandeln. Das Werk nimmt dabei im Konzern eine Vorreiterrolle ein. Jetzt hat sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit VWs Konzerspitze ein Bild von dem Transformationsprozess gemacht.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) und Herbert Diess, VW-Konzernchef, stehen gemeinsam an einer Produktionslinie für die neuen Elektrofahrzeuge ID.3 und ID.4 im Werk von Volkswagen in Zwickau.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (li.) und VW-Konzernchef Herbert Diess vor der Produktionslinie für die neuen Elektrofahrzeuge in Zwickau. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Mittwoch das E-Auto-Werk von Volkswagen in Zwickau besucht. Dort wollte er sehen, wie der Konzern den Übergang zur E-Mobilität meistert. Die Reise fand im Rahmen seiner Besuchsreihe "Industrielle Leuchttürme in Ostdeutschland" statt. Wie Volkswagen mitteilte, besichtigte Steinmeier unter anderem die Montagelinie der Modelle ID.3 und ID.4. Dabei handelt es sich um VWs erste reine E-Autos, deren Serienproduktion bereits läuft.

Auf dem Programm standen zudem die Batterie-Vormontage und die sogenannte "Hochzeit", bei der Fahrwerk und Karosserie zusammengefügt werden. Trotz vorhandener Erfolge bei der Umrüstung des Werkes verwies VW-Konzernchef Herbert Diess auch auf aktuelle Probleme, die das Unternehmen bewältigen muss.

Für den Standort muss man sagen: Es ist noch nicht vollbracht. Es stehen noch viele Herausforderungen bevor. Die nächsten Tage, Wochen bleiben wegen der Halbleiter-Zuliefer-Situation schwierig. Und dann sind es noch sehr spannende Anläufe. Das Werk soll ja mal jährlich 300.000 Autos produzieren.

Herbert Diess Vorstandsvorsitzender von Volkswagen

1.400 E-Autos pro Tag

Volkswagen investiert nach eigenen Angaben in den nächsten fünf Jahren rund 35 Milliarden Euro in die Entwicklung und Produktion von neuen E-Fahrzeugen. Zwickau spielt für den Systemwechsel in Richtung E-Mobilität eine Schlüsselrolle: Es ist die erste große Autofabrik, die komplett auf die Elektromobilität umgerüstet wird. Die Umstellung erfolgt seit 2018 schrittweise und im laufenden Betrieb. Aktuell laufen mehr als 1.000 E-Autos pro Tag vom Band, die Kapazität soll im Laufe des Jahres weiter auf bis zu 1.400 E-Autos pro Tag steigen.

E-Auto-Produktion in Zwickau Vor drei Jahren begann Volkswagen in Zwickau mit seiner E-Auto-Fertigung. Inzwischen laufen mit dem ID.3 und 4 sowie dem Audi Q4-etron drei reine Stromer vom Band. 20 Prozent aller E-Autos in Europa kommen nach Konzernangaben inzwischen aus Zwickau.

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 23. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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