Industriekultur Corona-Pandemie zwingt Landesaustellung "Boom" zu stillem Ende

AUDI-Bau am Horch Museum in Zwickau
Das Horch-Museum in Zwickau verzeichnete mit 31.500 Interessierten die meisten Besucher der Landesaustellung. Bildrechte: IMAGO

Die Corona-Pandemie hat der Landesausstellung "Boom. 500 Jahre Industriekultur in Sachsen" in diesem Jahr stark zugesetzt. Seit Anfang November sind die zentrale Schau im Zwickauer Audi-Bau und die Begleitausstellungen andernorts geschlossen. Eigentlich sollten die Ausstellungen erst am Jahresende schließen, doch durch die steigenden Infektionszahlen ging die Landesausstellung still und ohne Abschluss zu Ende.

Eine Verlängerung der Zentralausstellung bis ins neue Jahr sei nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher. Grund dafür ist, dass die Leihverträge für die Ausstellungsstücke enden. Diese müssen nun verpackt und zurückgegeben werden. Einzig die Begleitschau "MaschinenBoom" im Chemnitzer Industriemuseum soll laut Ausstellungskalender noch bis 25. Juli 2021 zu sehen sein.

Weit weniger Besucher als erhofft

Eine Bilanz wollen das zuständige Kultur- und Tourismusministerium sowie das Deutsche Hygiene-Museum, unter dessen Leitung die Landesausstellung stand, noch nicht ziehen. Bis zur coronabedingten Schließung Anfang November hatten die Ausstellungsmacher rund 104.000 Besucher gezählt. Das waren weniger als erhofft, aber unter den Bedingungen der Corona-Pandemie hatte sich der Direktor des Hygiene-Museums, Klaus Vogel, trotzdem zufrieden gezeigt. Auf das größte Interesse stieß demnach das Thema Auto mit etwa 31.500 Besuchern im Zwickauer Horch-Museum.

Quelle: MDR/al/dpa

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