Versammlung Gedenkdemonstration für die Opfer des NSU in Zwickau

Zehn Jahre ist es her, dass der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) sich in Zwickau selbst enttarnte. Der zehn Opfer gedachte die Stadt bereits am Donnerstag. Heute fand eine Solidaritätskundgebung mit den Opfern statt. Linke Gruppen hatten aufgerufen, nach Zwickau zu kommen.

Demonstration 10. Jahrestag NSU-Selbstenttarnung
Rund 400 Menschen haben sich am Sonnabend in Zwickau versamemlt, um der Opfer des NSU zu gedenken. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Zwickau hat am Sonnabend unter dem Motto "Gestern heute morgen" eine Gedenkdemonstration für die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) stattgefunden. Anlass war der zehnte Jahrestag der Selbstenttarnung des NSU. Rund 600 Menschen hatten sich laut Angaben der Polizei versammelt.

Gefordert wurden eine weitere Aufarbeitung des NSU-Terrors und die Auflösung des Verfassungsschutzes. Auf Plakaten wurde zudem auf rechtsextreme Strukturen und Unterstützer des NSU in Sachsen hingewiesen. "Der NSU war nie zu dritt!", hieß es. Aufgerufen hatte ein Bündnis um die Leipziger Landtagsabgeordnete der Linken, Juliane Nagel. Die Teilnehmenden zogen vom Hauptbahnhof in die Stadt und wieder zurück. An fünf Standorten wurden Zwischenkundgebungen abgehalten.

Friedlicher Versammlungsverlauf

Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Demonstration weitgehend ruhig. Vereinzelt habe es Versuche von Anhängern der rechten Szene gegeben, den Aufzug durch die Innenstadt zu stören. Es seien Platzverweise ausgesprochen worden. Im Internet hatten bereits in den vergangenen Tagen verschiedene rechte Gruppen Störungen der Demonstration angekündigt.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | SACHSENSPIEGEL | 06. November 2021 | 19:00 Uhr

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