Gewerkschaft Verdi Annäherung im Tarifkonflikt bei der Pleißentalklinik in Werdau

Mehrfach hatten die nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werdauer Pleißentalklinik mit Warnstreiks auf ihre Lohnforderungen aufmerksam gemacht. Nun ist ein Kompromiss im Tarifstreit ausgehandelt worden.

Eine Krankenschwester eilt durch einen Krankenhausflur
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Im Tarifkonflikt an der Pleißentalklinik in Werdau ist ein Kompromiss ausgehandelt worden. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi wird ab Juli 2023 die Wochenarbeitszeit reduziert. Verbesserungen gebe es auch bei der Entlohnung, sagte Gewerkschaftssekretärin Simone Bovensiepen MDR SACHSEN. "Wir haben Verbesserungen beim Tabellenentgelt, bei der Pflegezulage, bei der Wechselschichtzulage und bei der Intensivzulage erzielt. Außerdem wird es ab Juli 2023 eine Arbeitszeitreduzierung auf 39,5 Wochenstunden geben."

Zähe Verhandlungsrunden und Warnstreiks

Das Ergebnis sei in zähen Verhandlungen erzielt worden, sagte Bovensiepen. "Es ist ein Kompromiss. Meiner Auffassung nach wird in diesem Krankenhaus definitiv zu wenig gezahlt." Die größten Schwächen sehe sie beim Tabellenentgelt. Dort werde immer noch nicht 100 Prozent des tarifvertraglich geregelten Lohns für den Öffentlichen Dienst gezahlt. Im Zuge des Tarifstreits hatte es an der Pleißentalklinik mehrere Warnstreiks gegeben.

Das Verhandlungsergebnis soll jetzt den 190 Schwestern und Pflegern zur Abstimmung vorgelegt werden.

Symbolbild Streik
Die Schwestern und Pfleger der Pleißentalklinik hatten bei mehreren Warnstreiks auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Bildrechte: imago/MiS

Quelle: MDR/tfr/mv

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 14. September 2021 | 07:30 Uhr

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