Tiere erleben Tierische Amerika-Rundreise im Tierpark Limbach-Oberfrohna

Riesige Gelände mit massenhaft Tieren, die man gar nicht alle an einem Tag besichtigen kann - das sind Dinge, die man bei Zoos oft im Kopf hat. Dass es auch kleiner, gemütlicher und trotzdem nicht langweiliger geht, zeigt der Amerika-Tierpark in Limbach-Oberfrohna. MDR SACHSEN-Reporterin Anett Linke hat einen Tag dort verbracht.

Sommerserie Amerika Tierpark in Limbach
Bildrechte: MDR / Anett Linke

Amerika Tierpark in Limbach - Karte
Bildrechte: MDR

Die Sonne lacht, als wir kurz vor halb zehn auf den noch leeren Parkplatz am Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna einbiegen. Die Anfahrt ist von meinem Wohnort kurz, in nur 30 Minuten haben mein Freund und ich den Weg hinter uns gebracht. Zufrieden stellen wir fest, dass nicht mal ein Parkschein nötig ist und laufen entspannt zum Eingang.

Nur eine andere Familie ist bereits vor uns da und so können wir ohne Wartezeit den Tierpark betreten. Die Kassiererin weist uns noch freundlich auf die Pinguinfütterung hin, die um 10 Uhr stattfindet. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Gemütlich schlendern wir an einigen Gehegen vorbei. Es ist erst kurz nach halb zehn und die Tiere sehen zum Teil noch etwas verschlafen aus.

Frühsport der Pinguine

Bereits zehn Minuten vor Beginn der Fütterung betreten wir das Pinguingehege. Ja, wir betreten es. Es ist mit einem hohen Netz überspannt, da sich auch einige Vogelarten darin aufhalten. Leise bewegen wir uns an die Absperrung, hinter die sich die Pinguine zurückziehen können. Die ersten stehen schon vor ihren Höhlen und scheinen in Gruppen auf etwas zu warten.

Eine Pinguingruppe läuft nun Richtung Wasser. Aufgereiht wie Schwimmer am Beckenrand stehen sie bereit. Doch es dauert noch eine Weile bis sich der erste ins Wasser traut. Dann gibt es für den Rest auch kein Halten mehr und gemeinsam scheinen sie eine Art Formationsschwimmen vorzuführen.

Fliegende Möwe mit Fisch im Schnabel
Bei der Fütterung der Pinguine kommen auch die Seevögel im gleichen Gehege nicht zu kurz. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Namentliche Vorstellung der Pinguine

Dann kommen zwei Zoomitarbeiterinnen mit dem Futter. Während eine die hungrigen Pinguine mit Fisch versorgt, erklärt die andere einige Besonderheiten der Pinguine. So sind die Männchen und Weibchen mit verschiedenenfarbigen Clips gekennzeichnet, um sie auf den ersten Blick auseinanderhalten zu können.

Männer tragen grün, Frauen rot an ihrem Flügel. Zusätzlich hat jeder einen Namen darauf stehen. Pinguindame Stella ist die einzige, die sich auf den Felsen nahe der Besucher wagt. Dafür gibt es dort noch eine Extraportion Fisch.

Text auf Bild
Bildrechte: MDR / Anett Linke

Nach der Fütterung spazieren wir zu den nächsten Gehegen. Die Laufwege sind nicht weit, überall gibt es Bänke. Es gibt genug schattige Stellen, um auch an einem heißen Tag nicht gebraten zu werden. Dafür bin ich, die ich zu Sonnenbrand neige, dankbar.

Begehbares Flamingogehege

Die Tierarten stammen, ganz wie der Name des Parks vermuten lässt, alle aus Amerika. Da ich großer Flamingofan bin, freue ich mich, als ich eine ganze Gruppe der rosa Vögel entdecke. Ähnlich wie bei den Pinguinen kann auch dieses Gehege betreten werden. Ich nehme mir Zeit und beobachte und fotografiere die Flamingos ganz in Ruhe, während mein Freund unser Eindringen einem anderen Vogel auf dem Fußweg klarmachen muss. Er scheint der Wächter des Geheges zu sein und macht seinen Anspruch auf den Platz mit einem unterhaltsamen Posieren klar.

Rund zwei Stunden halten wir uns in dem kleinen Tierpark auf. In großen Zoos sprinte ich immer geradezu an allen Gehegen vorbei, da mir eine innere Stimme zuruft, dass es noch so viel anderes zu sehen gibt. Hier nehmen wir uns Zeit, alle Gehege zu erkunden und die Tiere zu beobachten.

Pinguin
Pinguin-Männchen Ralf posiert in seinem Gehege nur eine Armlänge von den Besuchern entfernt. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Nach einem kurzen Ausflug ins Streichelgehege, wo ich die Ziegen seit einem Kindheitserlebnis eher misstrauisch beäuge, kehren wir noch einmal zu den Pinguinen zurück. Stella lässt sich nicht blicken, dafür posiert Ralf für uns auf einem Felsen und bereitet uns einen schönen Abschied.

Fazit

Ein Ausflug in den Amerika-Tierpark in Limbach lohnt sich mit und ohne Kinder. Es gibt viele verschiedene Tiere auf einem relativ kleinen Areal zu bestaunen. Die begehbaren Gehege der Flamingos und Pinguine sind besondere Highlights.

Nagetier
Die Präriehunde haben ein weitverzweigstes Tunnelsystem in ihrem Gehege. Sie kommunizieren durch bellende Laute, woher auch ihr Name stammt. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Adresse und Anreise

  • Amerika-Tierpark Limbach-Oberfrohna, Tierparkstraße 1, 09212 Limbach-Oberfrohna
  • Der Tierpark lässt sich bequem über die A72 erreichen.
  • Mit dem Plusbus Linie 526 von Chemnitz erreichbar, aber: 20 Minuten Fußweg von der Haltestelle bis zum Tierpark.

Öffnungszeiten während der Ferien

  • Montag bis Freitag: 9:30 bis 18:00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 9:30 bis 18:30 Uhr

Geeignet für

  • Familien, Pärchen, Singles, Tierliebhaber, Pinguinfreunde

Barrierefreiheit

  • alle Gehege sind barrierefrei zugänglich
  • es gibt auch behindertengerechte Toiletten
  • die Wege sind für Rollstühle und Kinderwagen geeignet
  • es gibt viele Sitzgelegenheiten

Verpflegung

  • keine Verpflegungsangebote innerhalb des Tierparks (auch kein Eis!)
  • direkt vor der Tür gibt es einen Imbiss und ein Restaurant
  • Selbstverpflegung bietet sich an, wenn man nicht bis nach dem Besuch des Tierparks abwarten kann

Daran sollte man denken

  • Sonnencreme. Gerade wenn man fasziniert im Pinguingehege hängen bleibt, vergisst man in den Schatten zu gehen.
  • Selbstverflegung
  • Geschlossene Schuhe - wenn man in die Gehege reingeht, können die Tiere auch sehr nahe kommen.
  • Kamera oder gutes Fotohandy

Wenn man schon mal da ist ...

  • ..., gibt es einen großen Spielplatz direkt neben dem Tierpark.
  • ..., kann man den wunderschönen großen Stadtpark von Limbach-Oberfrohna direkt neben dem Tierpark erkunden.

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