Bauprojekt Zweiländergefängnis in Zwickau wird deutlich teurer

Eine sechs Meter hohe Betonmauer umschlieߟt das Gelände für das künftige Zwei-Länder-Gefängnis in Zwickau-Marienthal.
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Das gemeinsame Großgefängnis von Sachsen und Thüringen in Zwickau wird immer teurer. Wie Sachsens Finanzministerium jetzt mitteilte, werden die Kosten aktuell auf 235 Millionen Euro geschätzt. Ursprünglich war einmal von 150 Millionen Euro die Rede, bevor die Prognose zuletzt auf 174 Millionen Euro angehoben wurde. Verantwortlich für den 35-prozentigen Preiszuschlag ist dem Ministerium zufolge vor allem die gute Konjunktur am Bau. Diese führe zu höheren Preisen. Zudem hätten Liefer- und Personalengpässe in Folge der Corona-Pandemie zu unerwarteten Preisaufschlägen geführt, so das Ministerium.

Mehrkosten anteilig auf die Bundesländer umgelegt

In Zwickau bauen Sachsen und Thüringen gemeinsam ein neues Großgefängnis. Auf einer Fläche von 31.500 Quadratmetern sollen bis 2024 insgesamt 820 Haftplätze entstehen - 450 für Sachsen und 370 für Thüringen. Die Mehrkosten werden von beiden Ländern entsprechend der Zahl ihrer Haftplätze getragen, hieß es.

Bauarbeiten liegen im Plan

Laut Finanzministerium geht es mit den im November begonnenen Rohbauarbeiten trotz des schneereichen Winters und der Corona-Pandemie gut voran. Sie sollen im Sommer 2022 abgeschlossen sein. Innerhalb der 1,35 Kilometer langen Gefängnismauer entstehen unter anderem sechs Hafthäuser, eine Sporthalle und Werkstätten. Hinzu kommt ein Gebäude außerhalb der Mauer für den offenen Vollzug.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 15. April 2021 | 12:30 Uhr

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