Start-up Casida aus Werdau ist Sachsens Gründer des Jahres 2021

Themenbild zu Wettbewerb "Sachsens Unternehmer des Jahres"
Sachsens Start-up des Jahres kommt aus Werdau und heißt Casida. Bildrechte: imago images/Westend61/MDR

Der Sonderpreis "Sachsen gründet - Start-up 2021" des Sächsischen Gründerpreises geht in diesem Jahr nach Werdau. Das hat eine Online-Abstimmung ergeben. Die Firma Casida, die Gesundheitsprodukte, Nahrungsergänzungsmittel und Naturkosmetik herstellt, kann sich über 60.000 Euro als Medialeistung freuen. Das sind Anzeigen und/oder Onlinewerbemittel, wie zum Beispiel Banner oder Anzeigen in den beteiligten Zeitungen. Die Preisverleihung findet am Freitag in der Gläsernen VW-Manufaktur in Dresden statt.

Bereits 2016 hat der Jungunternehmer Alexander Helm seine eigene Firma gegründet. Der Apotheker entwickelt und vertreibt unter dem Namen Casida natürliche Gesundheitsprodukte und Kosmetik. Mittlerweile zählen mehr als 80 Erzeugnisse zur Produktlinie. Der 34-Jährige beschäftigt zehn Mitarbeitende, liefert unter anderem nach Österreich, Italien, in die Schweiz und in einige asiatische Länder. Die Firma verzichtet bei der Herstellung ihrer Produkte auf chemische Zusatzstoffe wie Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Fast alle Produkte werden am Firmenstandort Werdau in der Wirtschaftsregion Westsachsen regional und tierversuchsfrei hergestellt.

FAQ Sachsens Unternehmer des Jahres

Was ist der Sächsische Unternehmerpreis?

Sachsens Unternehmer des Jahres gilt als wichtigster Wirtschaftspreis in Sachsen. Er verfolgt das Ziel, den unternehmerischen Mittelstand zu unterstützen. Er soll Firmen auszeichnen, die Wirtschaftlichkeit und soziales Engagement miteinander verknüpfen. Für fast alle Unternehmer war dieses Jahr ein besonderes Geschäftsjahr. Die Jury ist gespannt auf kreative Problemlösungen und Konzepte, die sich in der anhaltenden Corona-Krise bewährt haben. Das kommt besonders in der Kategorie "Fokus X – Bester Chancenmanager" zum Tragen. Den Wettbewerb gibt es seit 2004. Verliehen wird der Preis von einer Kooperation aus MDR SACHSEN, der Bankengruppe LBBW, dem Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG, Sächsische Zeitung, Freie Presse, Leipziger Volkszeitung, AOK Plus, VW Sachsen.

Welche Kategorien gibt es?

Symbolbild - Idee im Team.
Besonders 2020 kam es auf gute Ideen an. Und die entstehen am besten in funktionierenden Teams. Bildrechte: Colourbox.de

Es gibt dieses Jahr drei Preiskategorien. Wie immer den Unternehmer bzw. die Unternehmerin des Jahres - der oder die mit der Firma schon mindestens fünf Jahre auf dem Markt sein muss. Ebenso wird wie schon in den Vorjahren der Gründerpreis "Sachsen gründet - Start-up 2021" verliehen. Hier geht es besonders um Innovation und Wachstumspotential der neugegründeten Firma. Neu ist in diesem Jahr die Kategorie: "Fokus X - Bester Chancenmanager/beste Chancenmanagerin". Hier geht es darum, einen Unternehmer zu würdigen, der den schwierigen Umständen im Geschäftsjahr 2020 kreativ und nachhaltig begegnet ist - und der vielleicht aus der Krise heraus etwas Neues und Nachhaltiges geschaffen hat.

Anhand welcher Kriterien wird ausgewählt?

Die erfolgreiche sächsische Unternehmerpersönlichkeit wird an folgenden Punkten gemessen:

  • erfolgreiche langfristige Gesamtentwicklung des Unternehmens in Sachsen
  • erfolgreiche Innovation und/oder Modernisierung
  • herausragendes Engagement in der und für die Region
  • Transformation bzw. Neuausrichtung des Unternehmens
  • die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen


In der Sonderkategorie "Fokus X – Bester Chancenmanager" kommt es besonders hierauf an:

  • flexibles, innovatives Reagieren auf veränderte Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2020 mit kreativen, tragfähigen Geschäftsideen
  • Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Nachhaltigkeit im unternehmerischen Handeln
  • Transparenz in der Unternehmenskultur und -führung


Der Start-up-Preis geht an eine besondere Gründerpersönlichkeit oder an ein Gründerteam. Es zählen ein hoher Grad an Innovation und Wachstumspotential, ein erfolgreicher Markteintritt und/oder gute Entwicklungschancen. Die Jury schaut hier besonders auf einen erfolgreichen Businessplan.

Wer kann sich bewerben?

Unternehmen mit Hauptsitz oder einem Standort in Sachsen, die mindestens zehn Beschäftigte und mindestens fünf Jahre am Markt sind, können in der ersten Kategorie mitmachen. Sie brauchen außerdem einen Jahresumsatz von mindestens 500.000 Euro und das Unternehmen muss mehrheitlich in Privatbesitz sein. Für den Sonderpreis "Fokus X – Bester Chancenmanager" sind ein Jahresumsatz von 500.000 Euro und eine Beschäftigtenzahl von zehn Mitarbeitern nicht erforderlich. Start-ups mit Firmensitz in Sachsen müssen nur folgende Formalie erfüllen: Der Gründungszeitpinkt war zwischen dem 01. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2019.

Wie setzt sich die Jury zusammen?

Akten in einem Büro
Die Jury muss hunderte Bewerbungen lesen und Unternehmensdaten analysieren. Bildrechte: Colourbox.de

Die elfköpfige Jury setzt sich zusammen aus Vertretern größerer Medien- und Wirtschaftsunternehmen. Die Jury-Mitglieder bringen - bedingt durch ihre sehr unterschiedlichen Arbeitsgebiete - ihre ganz eigene Expertise mit. Mit dabei sind dieses Mal unter anderem: Stefan Knupfer von der AOK PLUS, Margitta Markert, Wirtschaftsprüferin von der KPMG AG, Carsten Krebs von der VW Sachsen GmbH sowie die Journalisten Ines Meinhardt von MDR SACHSEN und Michael Rothe von der "Sächsischen Zeitung".

Wie ist der Zeitplan?

Bewerbungen konnten ab dem 20. November 2020 online eingereicht werden. Bewerbungsschluss war am 5. Februar 2021. Am 9. Juli 2021 werden die Gewinner offiziell verkündet. Ein früherer Termin wurde pandemiebedingt abgesagt.

Welche Belohnung gibt es für die drei Sieger?

Sachsens Unternehmer*in des Jahres erhält die bronzene Preisskulptur. "Die Träumende" wurde von der Künstlerin Małgorzata Chodakowska eigens für den Wettbewerb geschaffen. Dazu gibt es für den "Fokus X" - Gewinner und die Gewinner*in in der Kategorie "Sachsen gründet" 60.000 Euro als Medialeistung. Das sind Anzeigen und/oder Onlinewerbemittel, wie zum Beispiel Banner oder Anzeigen in den beteiligten Zeitungen. Nicht zu vergessen sorgt der Titel "Unternehmer des Jahres" für eine Menge Reputation.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 06. Juli 2021 | 05:30 Uhr

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