Baukosten höher JVA-Neubau in Zwickau droht erneute Kostensteigerung in Millionenhöhe

In drei Jahren soll der Neubau des Großgefängnisses in Zwickau fertig gestellt sein. Die JVA soll dann 820 Haftplätze für Gefangene aus Sachsen und Thüringen bieten. Nun drohen die Kosten für die Baumaßnahmen erneut zu steigen.

Neubau Gefängnis Zwickau
Das neue Gefängnis in Zwickau soll 2024 eröffnet werden. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Das neue Großgefängnis von Sachsen und Thüringen in Zwickau wird für beide Länder wohl noch teurer als bisher geplant. "Die Baupreise gehen momentan durch die Decke", sagte der Amtschef des Dresdner Finanzministeriums, Dirk Diedrichs, am Freitag bei einem Rundgang auf der Baustelle. Das betreffe nicht nur Baumaterial. Viele Bauleistungen würden von den Firmen derzeit deutlich teurer angeboten als zuvor kalkuliert.

Zweite Kostensteigerung

Wahrscheinlich würden die zuletzt veranschlagten 235 Millionen Euro für den Neubau nicht reichen, so Diedrichs. Zu Baubeginn waren für den Neubau der JVA etwa 150 Millionen Euro veranschlagt, die Prognose wurde am Frühjahr bereits auf 174 Millionen angehoben.

Neubau Gefängnis Zwickau
Die Baukosten gehen deutlich nach oben, viele Firmen haben die Preise angezogen. Bildrechte: MDR/Matthias Wetzel

Neubau für Sachsen und Thüringen

Das Gefängnis soll künftig 820 Haftplätze bieten - 450 für Gefangene aus Sachsen, 370 für Thüringen. Entsprechend dieser Plätze teilen sich beide Länder die Kosten. Bisher ist geplant, dass der Neubau 2024 fertiggestellt wird. Er ersetzt mehrere alte Justizvollzugsanstalten in beiden Ländern und soll moderne Haftbedingungen bieten.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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