Prozessbeginn Frau und Kind getötet: Angeklagter Familienvater schweigt

Ein Familienvater soll im August vergangenen Jahres seine Ehefrau und seinen drei Jahre alten Sohn getötet haben. Die Polizei fand die Leichen in der gemeinsamen Wohnung in Werdau. Auslöser für die Tat soll ein Streit gewesen sein. Der Angeklagte sitzt bereits in Untersuchungshaft. Nun muss er sich vor Gericht verantworten

Das Landgericht Zwickau
Das Landgericht Zwickau. Am Dienstag soll hier der Prozess gegen den 31-jährigen Familienvater beginnen. Der Deutsche soll erheblich vorbestraft sein. Bildrechte: dpa

Weil er seine Ehefrau und den gemeinsamen dreijährigen Sohn getötet haben soll, ist am Dienstag der Prozess gegen einen 31-jährigen Werdauer eröffnet worden. Zum Prozessauftakt schwieg der wegen zweifachen Mordes angeklagte Mann vor dem Landgericht Zwickau. Der Prozess wird Anfang März fortgesetzt. Zunächst sind weitere Verhandlungstage bis Anfang April geplant. Das Urteil wird ebenfalls im April erwartet. Die Kinder der ermordeten Mutter aus einer anderen Beziehung treten als Nebenkläger auf.

Frau und Sohn getötet

Laut Anklage soll es vor der brutalen Tat Ende August zu einem Streit gekommen sein. Der Angeklagte soll seiner Ehefrau "in der gemeinsamen Wohnung unvermittelt und überraschend mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen haben", so Oberstaatsanwalt Holger Illing. Dann soll er sein Opfer gewürgt und geschlagen haben. Die Frau starb noch am Tatort.

Anschließend soll der damals 30-Jährige den drei Jahre alten Sohn mit stumpfer Gewalt gegen den Kopf verletzt haben. Danach drückte er das Gesicht des Jungen in der gefüllten Badewanne unter Wasser. Der Dreijährige ertrank.

Angeklagter gab Hinweis auf Tat

Die Polizei hatte die beiden Leichen damals im zweiten Stock eines Mehrfamilienhauses entdeckt. Der Mann selbst hatte den Ermittlern den Hinweis gegeben. Er war demnach am Abend des 31. August in die Notaufnahme eines Krankenhauses gekommen und dort aggressiv aufgetreten. Deswegen hatte das Klinikum die Polizei zu Hilfe gerufen. Den Beamten soll er dann erzählt haben, er habe seiner Frau und seinem Kind etwas angetan. Polizisten und Rettungskräfte fanden die Frau und das Kind daraufhin leblos in der Wohnung.

Der mutmaßliche Täter sitzt bereits in Untersuchungshaft. Er ist laut Gericht erheblich vorbestraft und alkohol- sowie drogenabhängig.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18. Februar 2022 | 15:30 Uhr

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