Polizeieinsatz Wohnung in Zwickau wegen Kinderpornografie durchsucht

In Zwickau ist im Rahmen eines bundesweiten Polizeieinsatzes gegen Kinderpornografie ein Objekt durchsucht worden. In mehreren Bundesländern wird insgesamt gegen 14 Personen ermittelt.

 Eine DVD mit der Aufschrift 'Kinderpornographie' liegt im Laufwerk eines Notebooks
Bei den zeitgleichen Durchsuchungen in zwölf Orten wurden über 250 Datenträger sichergestellt. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Bei einem bundesweiten Polizeieinsatz gegen Kinderpornografie hat am Donnerstag auch ein Objekt in Zwickau im Fokus der Ermittlungsbehörden gestanden. Wie die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Dortmund mitteilten, gab es neben der Razzia in Sachsen elf weitere Einsatzorte. Mithilfe der örtlichen Polizei wurden die Wohnungen von insgesamt 14 Tatverdächtigen durchsucht. Es gab keine Festnahmen, doch es wurden über 250 Datenträger sichergestellt.

Bei den Durchsuchungen waren vielerorts auch Spezialeinheiten im Einsatz. Diese Beamten werden unter anderem zum Öffnen von Türen gebraucht, erklärt der Kölner Staatsanwalt Christoph Hebbecker auf Nachfrage von MDR SACHSEN. So könnte sich die Polizei schneller Zutritt verschaffen, um alle Beweise zu sichern.

Verdacht: Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornografie

Die Beschuldigten im Alter zwischen 30 und 74 Jahren sollen für sich oder andere über eine Chatgruppe kinderpornographisches Material beschafft haben. Hinweise auf einen aktuellen Missbrauch gibt es laut den Ermittlern nicht.

Allerdings haben die bei den Durchsuchungen Anhaltspunkte zu weiteren Straftaten ergeben. Neben den Beweisen gibt es nach Polizeiaussagen auch schon erste Geständnisse. Ob auch der sächsische Tatverdächtige zu den Geständigen zählt, wurde trotz Nachfrage nicht mitgeteilt.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Kurznachrichten aus dem Studio Chemnitz | 20. Mai 2021 | 16:30 Uhr

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