Tod im Seniorenheim Zwickau: Enkelin gesteht Tötung ihrer Großmutter

In einem Seniorenheim in Zwickau ist eine Frau tot aufgefunden worden. Nun hat die Enkelin gestanden, ihre Großmutter im Streit erwürgt zu haben. Doch sie bleibt auf freiem Fuß.

Skulptur einer Justizia mit Schwert und Waagschale
Vor dem Amtsgericht Zwickau hat eine Frau gestanden, ihre Großmutter im Streit erwürgt zu haben. Bildrechte: imago/Ralph Peters

Nach dem Tod einer 81 Jahre alten Frau in einem Seniorenheim in Zwickau hat die Enkelin am Montag gestanden, die Frau im Streit gewürgt und dabei getötet zu haben. Die 31-Jährige habe sich bei einem Termin vor dem Amtsgericht Zwickau voll geständig gezeigt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Demnach gab die Frau an, dass sie sich zuvor um ihre Großmutter gekümmert habe. Zum Tatzeitpunkt sei es zu einem "verbalen Streit" gekommen, in dessen Folge sie die Seniorin gewürgt habe. "Laut ihrer Aussage wollte sie ihre Großmutter aber nicht töten", sagte der Sprecher. Der Richter habe daher einen Haftbefehl wegen Körperverletzung mit fahrlässiger Todesfolge erlassen.

Beschuldigte auf freiem Fuß

Da die Beschuldigte gestanden habe und strafrechtlich bisher noch nicht in Erscheinung getreten sei, wurde der Haftbefehl gegen eine Meldeauflage außer Vollzug gesetzt. Die Frau ist daher auf freiem Fuß, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte. "Es gibt keine Anhaltspunkte, dass die Frau fliehen könnte. Sie hat einen festen Wohnsitz, hat sich voll geständig gezeigt und muss sich jetzt regelmäßig bei der Polizei melden."

Die Enkelin hatte sich am Sonntag der Polizei gestellt, wie die Polizeidirektion Zwickau mitteilte. Zum Todeszeitpunkt und zum Hergang der Tat machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Quelle: MDR/fvde, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 13. September 2021 | 15:30 Uhr

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