CO2-Einsparung Volkswagen nimmt Erweiterung des Presswerks in Zwickau in Betrieb

Drei Elektrofahrzeuge fahren nach der Inbetriebnahme der neuen XL-Presse im Presswerk in Zwickau durch die Halle
Die 180-Tonnen-XL-Presse steht in einer neuen Halle, die das bisherige Presswerk der Zwickauer Volkswagen-Fabrik erweitert. Bildrechte: dpa

Der Autobauer Volkswagen hat heute in Zwickau die Erweiterung seines Presswerks in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen mitteilte, können damit nahezu alle Karosserieteile der in Zwickau gebauten Modelle vor Ort gepresst werden. Dies erspare viele Transporte, hieß es. VW spricht von mehr als 9.000 LKW-Fahrten, beziehungsweise 5.800 Tonnen CO2, die damit jährlich entfallen. Zudem seien 80 neue Arbeitsplätze entstanden. In die Erweiterung des Presswerks wurden 74 Millionen Euro investiert.

VW will grüner werden

Volkswagen, als Gesamtkonzern für schätzungsweise ein Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, will nach eigenen Angaben bis 2050 bei seinen Produkten und als Unternehmen komplett CO2-frei sein. Dazu gehöre der Umstieg auf Elektrofahrzeuge. Hierbei soll das Zwickauer Werk eine Vorreiterrolle spielen. Es wurde seit 2018 für rund 1,2 Milliarden Euro auf die Herstellung von Elektroautos umgerüstet. Derzeit laufen mehr als 1.000 Fahrzeuge pro Tag vom Band. "Entstanden ist die größte Elektrofahrzeugfabrik Europas", schwärmte Produktionsvorstand Christian Vollmer. Bis zum Sommer soll die Produktion auf 1.400 Fahrzeuge pro Arbeitstag steigen.

Das Werk in Zwickau mit rund 8.500 Beschäftigten ist die wichtigste Fabrik für Elektro-Autos von Volkswagen in Deutschland. Das Werk ist nach dem Stammwerk in Wolfsburg das zweitgrößte innerhalb der Marke Volkswagen.

Quelle: MDR/kh/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten aus dem Studio Chemnitz | 05. Mai 2021 | 05:30 Uhr

1 Kommentar

nasowasaberauch vor 20 Wochen

Lagerhaltung ist aus der Mode gekommen. Das Lager befindet sich auf der Autobahn und ist just in time zur rechten Zeit am rechten Ort. Alles ist ausgerichtet auf Profitmaximierung. Keine Lagerkosten, keine Mittelbindung. Lagerhaltung spart jede Menge CO2 ein, aber dazu muss für die Umwelt ein Schritt zurück erfolgen.

Mehr aus Zwickau, Altenburg und Greiz

Mehr aus Sachsen