Tarifverhandlungen Erste Warnstreiks der IG Metall in Sohland und Aue-Bad Schlema

Eine Fahne der Gewerkschaft IG-Metall
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Mit ersten Warnstreiks in Sohland im Landkreis Bautzen und in Aue-Bad Schlema hat die IG Metall am Dienstag ihren Forderungen an die Arbeitgeberseite in Sachsen Nachdruck verliehen. Nach Gewerkschaftsangaben legten in Sohland 50 Metaller vorübergehend die Arbeit nieder, in Aue-Bad Schlema beteiligten sich bis zu 80 Mitarbeiter der Auerhammer Metallwerke an dem Ausstand. Zuvor hatte die IG Metall Ostsachsen sogenannte Warnstreik-Tickets verteilt. Damit wurde die Anzahl der Streikenden begrenzt, um die Abstandregeln einzuhalten.

Die zentrale Kernforderung bei Auerhammer ist laut Stefan Fischer von der IG Metall Zwickau die Angleichung der Entgelttabelle, also des Lohnes an den Flächentarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen. "Zusätzlich haben wir gefordert, dass das Urlaubsgeld, das hier am Standort gewährt wird, weiterentwickelt wird, gemäß der letzten Abschlüsse, eine Erholungsbeihilfe gezahlt wird und der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen abgeschlossen wird für alle Beschäftigen", so Fischer weiter. Das Angebot des Arbeitgebers und die Forderungen der Gewerkschaften lägen noch weit auseinander. Daher brauche es noch einmal ein deutliches Zeichen durch einen Warnstreik, so Fischer. In Zwickau wurde bereits am Montag mit Projektionen vor Unternehmen auf Forderungen in der aktuellen Tarifauseinandersetzung aufmerksam gemacht, so die Gewerkschaft.

Tarifverhandlungen ohne Ergebnisse

Laut Gewerkschaft treten die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen auf der Stelle. Am 26. Februar hatten die IG Metall und der Verband der Sächsischen Metall- und Elektroindustrie die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen.

Die IG Metall forderte zuletzt vier Prozent mehr Lohn für die bundesweit rund 3,8 Millionen deutschlandweit Beschäftigten der Branche. Zudem fordert die Gewerkschaft einen Teilausgleich beim Lohn in Fällen reduzierter Arbeitszeit und die grundsätzliche Regelung weiterer Zukunftsfragen im Umbruch der Kernbranche.

Quelle: MDR/kh/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.03.2021 | ab 06:00 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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