Online statt Offline Commerzbank kündigt Aus für 17 Filialen in Sachsen an

Die Corona-Krise hat der Digitalisierung einen Schub versetzt. Das bleibt nicht ohne Folgen. So sind viele Firmen zu dem Schluss gekommen, dass der persönliche Kontakt zwar wichtig ist, er aber oft auch durch eine digitale Lösung ersetzt werden kann. Die Commerzbank zieht nun Konsequenzen aus dieser Entwicklung. Sie hält eine flächendeckende Präsenz nicht mehr für zeitgemäß und schließt etliche Filialen in Sachsen.

Der Schriftzug «Commerzbank» über dem Eingang zu einer Filiale im Stadtteil Altona.
Die Commerzbank setzt auf Digitalisierung und braucht dafür weniger Filialen vor Ort. Bildrechte: dpa

Die Commerzbank schließt bis Ende kommenden Jahres 17 ihrer 46 Filialen in Sachsen. Wie Pressesprecherin Heike Ziegenbalg MDR SACHSEN am Mittwoch sagte, wurde Ende vergangener Woche eine entsprechende Einigung mit den Arbeitnehmervertretern erzielt. Demnach wird es in 13 Städten künftig keine persönliche Kundenbetreuung mehr geben: In Neustadt, Zittau, Zschopau, Flöha, Marienberg, Meerane, Stollberg, Schwarzenberg, Rochlitz, Torgau, Borna, Mittweida und Oschatz.

Keine Entlassungen geplant

In Dresden werden zwei, in Chemnitz und Leipzig jeweils eine Filiale geschlossen. Wann welche Geschäftsstelle genau schließt, steht laut Ziegenbalg noch nicht fest. Die betroffenen Kunden würden rechtzeitig informiert, Entlassungen seien nicht geplant. Bundesweit reduziert die Commerzbank die Zahl ihrer Standorte von 790 auf 340. Dem Unternehmen zufolge verlieren Filialen zunehmend an Bedeutung für tägliche Bankgeschäfte, weil immer mehr Menschen ihre Finanzgeschäfte online tätigen.

Wir haben während der Pandemie festgestellt, dass Beratung online sehr gut funktioniert und auf all diese Entwicklungen müssen wir jetzt reagieren.

Heike Ziegenbalg Pressesprecherin Commerzbank

Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 07. Juli 2021 | 17:00 Uhr

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