Corona-Beschränkung Kulturministerin Klepsch: Benachteiligung von negativ Getesteten nicht ausgeschlossen

In Deutschland gilt ab 23. August die sogenannte 3G-Regel: Wer nicht geimpft, genesen oder getestet ist, der muss bei bestimmten Veranstaltungen draußen bleiben. In Sachsen könnte dies sogar auf eine "2G-Regel" beschränkt werden, wenn eine Überlastung des Gesundheitswesens droht.

Besucher einer Disco.
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Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch schließt eine Benachteiligung von negativ Getesteten im Fall einer zugespitzten Corona-Lage nicht aus. Sofern sich eine Überlastung des Gesundheitswesens abzeichne, könne sie sich vorstellen, dass nur noch Geimpfte oder Genesene in die Clubs dürften, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

Barbara Klepsch Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus
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Wichtig für den weiteren Umgang mit der Pandemie, auch bei steigenden Inzidenzen, sind für mich zunächst weiter die 3G-Regeln: Getestet, genesen oder geimpft. Wenn sich jedoch eine Überlastung des Gesundheitswesen abzeichnet, brauchen wir mehr Sicherheit und ich kann mir vorstellen, dass nur noch Geimpfte oder Genesene in die Clubs gehen können.

Barbara Klepsch Sächsische Kulturministerin

Clubbetreiber und Veranstalter im Freistaat pochen derzeit darauf, neben der Sieben-Tage-Inzidenz weitere Indikatoren zur Bewertung der Pandemielage heranzuziehen - wie etwa die Hospitalisierungsrate.

3G-Regel für Clubbesuche

Bund und Länder hatten vergangene Woche beschlossen, dass als einheitliches Instrument spätestens ab 23. August die sogenannte 3G-Regel beim Zugang zu bestimmten Innenräumen greifen soll: Hinein oder teilnehmen darf dann nur, wer geimpft, genesen oder frisch negativ getestet ist. Laut Beschluss kann die Regel ausgesetzt werden, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis "stabil" unter 35 liegt oder ein anderes Warnsystem eines Landes ein vergleichbar niedriges Infektionsgeschehen anzeigt.

Quelle: MDR/ms/dpa

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