Umfrage Menschen mit Depressionen leiden stärker unter Corona-Einschränkungen

Herbstdepression
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Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben bei rund der Hälfte der Menschen mit Depression zu massiven Einschränkungen ihrer Behandlung geführt. Das geht aus einer Umfrage der Deutschen Depressionshilfe hervor. Rund 40 Prozent der Erkrankten seien von verschobenen Behandlungsterminen oder stationären Behandlungen betroffen gewesen. "Mediziner dürfen nicht nur das Infektionsgeschehen im Blick haben, sondern auch, was man an Leid und Tod verursacht", sagte Prof. Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe.

Die Umfrage zeigte auch, dass die Angst sich mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, bei depressiv Erkrankten mit 43 Prozent fast gleich hoch ist wie in der Allgemeinbevölkerung (42 Prozent). Jedoch empfänden 74 Prozent der Menschen mit Depression den sogenannten Lockdown als deutlich belastender als die Allgemeinheit (59 Prozent).

Quelle: MDR/kp/lw

Dieses Thema im Programm MDR Aktuell - Das Nachrichtenradio | 10.11.2020 | 11:30 Uhr in den Nachrichten

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