QR-Codes Wie und wo gibt es in Sachsen den digitalen Impfnachweis?

Er soll Reisen und Teilhabe in der Öffentlichkeit erleichtern - der digitale Impfnachweis. Dafür ist Technik nötig: Künftig können die Einträge in den gelben Impfpässen in QR-Codes fürs Handy umgewandelt werden. Seit Wochenbeginn kann man sich den Code ausstellen lassen. Aber wo und wie? Und was machen die, die schon länger vollständig in Impfzentren geimpft worden sind? MDR SACHSEN fasst die wichtigsten Antworten zusammen.

Ein Impfpass, auf dem zwei Corona-Impfungen mit Comirnaty dokumentiert sind, vor dem Logo einer Apotheke
Die Corona-Schhutzimpfung kann man ab jetzt in Papierform und digital nachweisen. Bildrechte: dpa

Ich wurde im Impfzentrum vollständig geimpft. Kann ich dort zum Nachtragen hingehen?

Nein. Ein Nachtrag von bereits vollständig Geimpften in den Impfzentren ist nicht möglich, informierte das sächsische Sozialministerium.

Ich habe diese Woche im Impfzentrum den Impftermin. Geht das Eintragen da?

"Im Laufe dieser Woche soll in Sachsen mit der Eintragung der neu vollständig Geimpften in den Impfzentren begonnen werden", so die Auskunft des Sozialministeriums.

Was ist mit den Hausärzten?

Auch bei den Ärzten soll das Nachtragen bald möglich sein. Zudem sollen die Geimpften dann auch bei den Ärzten einen QR-Code erhalten, den sie in eine App integrieren können, informierte das sächsische Gesundheitsministerium.

Kann ich in der Apotheke einen QR-Code bekommen?

Seit Montag, 14. Juni, bieten nach Ankündigung der Bundesvereinigung der Deutscher Apothekerverbände viele Apotheken bundesweit das Nachtragen an. Ärzte und Apotheken entscheiden eigenständig, ob sie den Nachtrag vornehmen.

Geduld nötig

Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte dazu: "Wir bitten aber um etwas Geduld. Hilfreich ist, wenn nicht alle Bürger sofort in den ersten Tagen die Apotheken aufsuchen."

Wenn Sie wissen wollen, ob die Apotheke in Ihrer Nähe den digitalen Nachweis ausstellt, hilft eine Suche über das Portal "Mein Apothekenmanager" weiter.

Gibt es den QR-Code auch per Post?

In Sachsen nicht. Laut Bundesgesundheitsministerium haben sich die meisten Bundesländer zwar für den Weg der Versendung an bereits vollständig Geimpfte entschieden. Aber: "Dies erfolgt in Sachsen nicht", so das Sozialministerium. Im Freistaat solle der Service über die Apotheken als wohnortnahe, niederschwellige Anbieter abgewickelt werden.

Wer bezahlt das Ausstellen der Impfnachweise?

In den Apotheken oder am Praxistresen sollen Geimpfte für den Impfnachweis bzw. das Aushändigen des QR-Code nichts bezahlen.

Der Bund bezahlt das aus Steuergeldern. Ärztinnen, Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker erhalten eine Vergütung, die in der Corona-Impfverordnung geregelt ist, erklärt der Bund dazu. Das sollen pro QR-Code 18 Euro sein. Festgelegt hat den Preis das Bundesgesundheitsministerium. Es sei dabei um eine "angemessene Vergütung" gegangen, die den Aufwand auch widerspiegele, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Ihm war wichtig, schnell zu reagieren und auch Apotheken zu motivieren, den Service anzubieten.

Den QR-Code habe ich - und dann?

Grundsätzlich gilt: Der gelbe Impfpass ist nach wie vor gültig. Der digitale Impfnachweis ist keine Pflicht, sondern ein freiwilliges, ergänzendes Angebot. Damit kann man zusätzlich seine Corona-Impfungen dokumentieren und Informationen wie den Zeitpunkt der Impfung und den Impfstoff auf dem Smartphone speichern. Das geht in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App.

Weitere Informationen zum digitalen Impfausweis hat das Bundesgesundheitsministerium hier zusammengefasst.

 Muss ich den digitalen Impfnachweis nutzen? Wer kein Smartphone besitzt oder sich die Apps nicht herunterladen möchte, muss das auch nicht. Der digitale Impfnachweis ist ein ergänzendes und freiwilliges Angebot.  Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Für die Erstellung eines digitalen Impfnachweises werden die jeweiligen Daten nur temporär genutzt und anschließend gelöscht. Eine dauerhafte Speicherung ist nur dezentral auf den Smartphones der Nutzer und Nutzerinnen vorgesehen.
Der gelbe Impfpass bleibt gültig. Elektronisch mit dem Handy nachweisen kann man seine Impfungen, wenn man will. Experten raten, den gelben Impfausweis dennoch mit auf Reisen einzustecken. Sicher ist sicher... Bildrechte: MDR/pixabay

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 14. Juni 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

Reuter4774 vor 5 Wochen

Und bitte liebes MDR Team veröffentlicht nicht ausschließlich das Gemecker der Unselbstständigen. Bitte lasst einfach mal den Kommentar durch, das ich auch positiv finde eigene sächsische Wege zu gehen, statt 08/15!!! DANKESCHÖN, ich finde es nämlich traurig in der Welt nur noch für " unsere German Angst" bekannt zu sein.

Pattel vor 5 Wochen

Also ich bin in meine Apotheke gegangen frohen Mutes um zu erfahren das die Technik momentan nicht mitspielt.
Dabei habe ich mich als vollgeimpfter schon auf Post gefreut zum einscannen.
Nix, mein verantwortlicher Fürst mit Gefolge hat sich die Aufgabe gestelllt einen anderen Weg einzuschlagen . Vollgeimpfte lauft zu Apotheke nehmt an den da stattfindenden interessanten Gesprächsrunden teil.
Mit Maske aber und Abstand und den dazugehörigen Anstand.
Wünsche uns allen viel viel Gesundheit.

Reuter4774 vor 5 Wochen

Also ich bin in die Apotheke gegangen mit Handy und habe den Code zum Sofort einscannen genommen ( geht auch sofort ausdrucken lassen) und gut??? Den unbürokratische schnellen Weg finde ich eher gut. Und habe das Prinzip auch verstanden wie kommen Sie da auf per Post schicken??? Wur Sachsen sind doch eigentlich helle?

Mehr aus Sachsen