Lockdown Höherer Stromverbrauch in Privathaushalten

Stecker in Steckdosen
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Der Corona-Lockdown hat vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern höhere Stromrechnungen beschert. Wie Stephan Lowis, Vorstandsvorsitzender des Energieunternehmen EnviaM, informierte, führt das verstärkte Arbeiten von zu Hause sowie Homeschooling bei Privathaushalten zu einem durchschnittlichen Mehrverbrauch von 50 Kilowattstunden im Jahr. Im Schnitt bedeute das je nach Stromtarif Mehrkosten von zehn bis 15 Euro je Haushalt.

Energieversorgung auch während Wintereinbruch sichergestellt

Indes versicherte das Unternehmen, auch während des Wintereinbruchs die Energieversorgung sicherzustellen. Es habe bislang keine größeren Störungen gegeben. Auch die Unwetter vom 6. und 7. Februar seien gut bewältigt worden.

Niemand muss befürchten, ohne Strom und Erdgas dazustehen. Alle Monteure sind im Einsatz. Sie werden selbstverständlich besonders geschützt.

Stephan Lowis Vorstandsvorsitzender EnviaM

Auch die Bereitschaftsdienste seien gesichert, so Lowis. "Auch unsere Rahmenvertragsfirmen sind jederzeit abrufbar. Oberste Priorität hat für uns die Energieversorgung des Gesundheitssektors", sagte der EnviaM-Vorstand. Der Energieversorger unternehme alles, um etwa die Impfungen und die sichere Lagerung des Impfstoffes zu unterstützen.

Schwankungen im Stromverbrauch während des Lockdowns

Laut Stephan Lowis ist der Stromverbrauch im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 um bis zu zehn Prozent gesunken. Grund sei das Herunterfahren der Industrie gewesen. Inzwischen liege der Verbrauch aber wieder auf normalem Niveau. Verdoppelt habe sich seit Ausbruch der Pandemie das Datenvolumen im Glasfasernetz des Unternehmens, erklärte Lowis. Dieses Jahr sollen den Angaben nach neben Geschäftskunden erstmals auch Privatkunden angeschlossen werden. Pilot-Kommunen seien Groitzsch und Zwenkau im Raum Leipzig. 

EnviaM EnviaM versorgt nach eigenen Angaben mehr als 1,3 Millionen Kundinnen und Kunden mit Strom, Gas und Wärme. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Energiekonzern Eon sowie etwa 650 Kommunen.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.02.2021 | ab 18:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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