Corona-Statistik Inzidenz in Sachsen beträgt 40,2 - 88 neue Infektionen gemeldet

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Zwei Kreise liegen aktuell über der 50er-Marke. In den sächsischen Kliniken werden gut 100 Covid-Patienten behandelt, 50 von ihnen auf einer Intensivstation.

Antikörper-Bluttest für Coronavirus COVID-19
In Sachsen haben die Gesundheitsbehörden wieder 88 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Bildrechte: imago images/Future Image

In Sachsen sind binnen eines Tages von den Gesundheitsbehörden 88 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das geht aus der in der Nacht zum Dienstag veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner im Freistaat liegt bei 40,2 und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Das RKI gibt diesen Wert bundesweit mit 60,3 an. Auch dieser Wert ist im Vorjahresvergleich leicht gesunken.

Landkreis Zwickau lockert Corona-Vorschriften

Die höchsten Inzidenzwerte in Sachsen weisen weisen der Erzgebirgskreis (80,7) und der Landkreis Bautzen (54,4) auf. Den niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet der Landkreis Nordsachsen mit 21,3.

151 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 103 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 50 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 27.09.2021, 12 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 21 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 28.09.2021, 05:19 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 0,69 und damit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Neue Coronaschutzverordnung

In Sachsen gilt seit Donnerstag (23.09.2021) eine neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell: Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten.

Knapp 55 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft. Bis Ende September schließen im Freistaat die Impfzentren. Künftig sollen niedergelassene Ärzte und mobile Impfteams Impfungen übernehmen.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 28. September 2021 | 19:00 Uhr

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