Corona-Statistik Corona-Inzidenz in Sachsen bei 37,5 - In Mittelsachsen entfällt 3G-Regel

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Am höchsten ist die Wocheninzidenz im Erzgebirge mit einem Wert von rund 75. Mittelsachsen liegt seit mehr als fünf Tagen unter der 35-Marke und lockert die Corona-Beschränkungen. In den sächsischen Kliniken befinden sich 147 Covid-Patienten.

Proben von Patienten für die Virus-Diagnostik
Mittelsachsen kann Corona-Regeln lockern, dagegen steigen die Zahlen im Erzgebirgskreis. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen ist am Donnerstag laut Robert-Koch-Institut (RKI) in vielen Landkreisen höher als am Vortag. Die höchste Inzidenz verzeichnet der Erzgebirgskreis mit 75,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Den niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet die Stadt Chemnitz mit 20,5. Leipzig liegt bei knapp 30. In der Landeshauptstadt Dresden ist der Wert weiter von 47 auf 52 angestiegen.

Mittelsachsen kann Corona-Regeln lockern

In Mittelsachsen hält sich die Inzidenz unter der 35-er Marke. Aktuell beträgt der Wert 31,2. Der Kreis lockert damit ab diesen Donnerstag einige Corona-Beschränkungen. Unter anderem wird die 3G-Regel und die Pflicht zur Kontakterfassung in der Innengastronomie, in Freizeit- und Kulturstätten sowie beim Sport im Innenbereich aufgehoben.

Die sachsenweite Wocheninzidenz liegt bei 37,5 und ist damit etwas höher als am Vortag. Es wurden 389 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand 23.09.2021, 03:15 Uhr). Zwei Menschen sind laut RKI-Statistik mit oder an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Sachsen liegt bei der 7-Tage-Inzidenz unter dem Bundesdurchschnitt von aktuell 63.

147 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 104 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 43 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 22.09.2021, 14 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 20 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 23.09.2021, 05:19 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 0,96 und damit weit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Neue Corona-Schutzverordnung mit 2G als Option

In Sachsen gibt es für Geimpfte und Genesene künftig mehr Freiheiten. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung, die ab diesem Donnerstag gilt, greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell. Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann dann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten. 54 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft, bundesweit sind es mehr als 63 Prozent.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 23. September 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen