Corona-Statistik Corona-Inzidenz in Sachsen bei 38

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen mit 38,3 weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Am höchsten ist die Wocheninzidenz im Erzgebirge mit einem Wert von rund 74. In den sächsischen Kliniken befinden sich aktuell 155 Covid-Patienten.

Mitarbeiter in einem Impfzentrum bereiten Spritzen für die Impfung gegen Corona vor
In Dresden öffnet das Impfzentrum im Ostragehege am Freitag ein letztes Mal. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen hat am Freitag laut Robert-Koch-Institut (RKI) in vielen Landkreisen leicht angezogen, liegt aber unter 50. Eine Ausnahme bilden das Vogtland, der Landkreis Nordsachsen und das Erzgebirge. Im Vogtlandkreis ist die Wocheninzidenz von 37 am Vortag auf 34 gesunken, im Landkreis Nordsachsen von 26 auf 25. Die höchste Inzidenz verzeichnet der Erzgebirgskreis weiterhin mit 74,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, am Vortag waren es 75,3. Den mit Abstand niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet die Stadt Chemnitz mit 16,8. Leipzig liegt bei knapp 28. In der Landeshauptstadt Dresden stagniert der Wert bei 52.

Die sachsenweite Wocheninzidenz liegt bei 38,3 und ist ein wenig höher als am Vortag (37,5). Es wurden 289 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand 24.09.2021, 03:15 Uhr). Ein Mensch ist laut RKI-Statistik mit oder an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben. Sachsen liegt bei der 7-Tage-Inzidenz unter dem Bundesdurchschnitt von aktuell 62,5.

155 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 116 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 39 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 23.09.2021, 12 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 20 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 24.09.2021, 05:19 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 0,89 und damit weit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Impfzentrum in Dresden schließt

In Sachsen gilt seit Donnerstag eine neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell: Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten.

54 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft, bundesweit sind es mehr als 63 Prozent. In Dresden wird an diesem Freitag das Impfzentrum im Ostragehege ein letztes Mal öffnen. Dort können Interessenten noch bis zum Abend eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Künftig sollen niedergelassene Ärzte und mobile Impfteams Impfungen übernehmen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 24. September 2021 | 19:00 Uhr

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