Statistik Sprunghafter Anstieg der Inzidenz im Landkreis Bautzen

In Sachsen verschärft sich die Corona-Lage deutlich. Neben einem spürbaren Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in zahlreichen Landkreisen füllen sich auch die Normal- und Intensivbetten in den sächsischen Krankenhäusern immer mehr mit Covid-Patienten. Noch ist die Vorwarnstufe nicht erreicht, aber die Tendenz geht in diese Richtung.

Hände halten Röhrchen mit Aufschrift Corona
In Sachsen nimmt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder zu. Bildrechte: Colourbox.de

Sachsen gehört weiterhin zu den Bundesländern mit der höchsten 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Deutschland. Mit einem Wert von 159 liegt der Freistaat laut Robert-Koch-Institut (RKI) am Sonnabend nur noch hinter Thüringen (206,3) und Bayern (163,7). Besonders deutlich erhöhte sich die Inzidenz in den Landkreisen Bautzen (200) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (96), wo sie gegenüber dem Vortag um 60,1 beziehungsweise 36,3 zulegte. Die Region mit der höchsten Ansteckungsrate ist der Erzgebirgskreis (242,5). Am niedrigsten ist der Inzidenz-Wert im Vogtlandkreis (68,3). Im Zusammenhang mit Corona meldete das RKI elf weitere Todesfälle und 1.572 Neuinfektionen.

503 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 378 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern auf den Normalstationen liegen (Stand 23.10.2021, 12:00 Uhr). Auf den Intensivstationen werden demnach 125 Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch behandelt. Laut RKI-Intensivregister werden 58 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 23.10.2021, 11:15 Uhr).

Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung" beträgt 3,2. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg.

Zudem gilt seit dem 21. Oktober eine neue Corona-Schutzverordnung.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 23. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen