Corona-Statistik Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gestiegen

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen mit 38,9 weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Am höchsten ist die Wocheninzidenz im Erzgebirge mit einem Wert von 79,5. In den sächsischen Kliniken befinden sich aktuell 185 Covid-Patienten.

Proben von Patienten für die Virus-Diagnostik
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Die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen hat am Freitag laut Robert-Koch-Institut (RKI) in mehreren Landkreisen leicht angezogen, liegt aber weiterhin unter 50 und damit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von aktuell 60,6.
Ausnahme ist das Erzgebirge, dort beträgt die Inzidenz 79,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche, am Vortag waren es 74,1. Den mit Abstand niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet die Stadt Chemnitz mit 19,6. Leipzig liegt bei 29,6. In der Landeshauptstadt Dresden sank der Wert von 52 auf 45,8.

Die sachsenweite Wocheninzidenz liegt bei 38,9 und ist damit minimal höher als am Vortag (38,3). Es wurden 285 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet (Stand 25.09.2021, 03:15 Uhr). Vier Menschen sind laut RKI-Statistik mit oder an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.

185 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 121 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 64 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 24.09.2021, 12:00 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 24 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 25.09.2021, 11:19 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt bei 1,01 und damit weit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Neue Coronaschutzverordnung

In Sachsen gilt seit Donnerstag eine neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell: Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten.

Gut 57 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft, bundesweit sind es knapp 64 Prozent. Bis Ende September schließen im Freistaat die Impfzentren. Künftig sollen niedergelassene Ärzte und mobile Impfteams Impfungen übernehmen.

Quelle: MDR/bh

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 25. September 2021 | 19:00 Uhr

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