Corona-Statistik Gesundheitsbehörden melden 265 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Bei der Corona-Inzidenz bleibt Sachsen weiterhin unter dem Bundesdurchschnitt. Allerdings liegen inzwischen wieder drei Kreis über der 50er-Marke. In den sächsischen Kliniken werden 146 Covid-Patienten behandelt, 48 von ihnen auf einer Intensivstation.

Corona-Warn-App auf einem Telefon zeigt einen positiven PCR-Test und den Nachweis auf das SARS-CoV-2 Virus.
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen zieht wieder leicht an. Bildrechte: dpa

In Sachsen sind binnen eines Tages von den Gesundheitsbehörden 275 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Das geht aus der Sonntagnacht veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. In dieser Zahl sind laut RKI auch Nachmeldungen bis zum 21. September enthalten. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner im Freistaat liegt am Sonntag bei 40,8 und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen. Das RKI gibt diesen Wert bundesweit mit 61,4 an.

Die höchsten Inzidenzwerte in Sachsen weisen der Erzgebirgskreis (73,8), der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (56) und der Landkreis Bautzen (54) auf. Den niedrigsten Inzidenzwert verzeichnet die Stadt Chemnitz mit knapp 23.

Knapp 150 Covid-Patienten in Krankenhäusern

Künftig sollen neben der Inzidenz der Neuinfektionen weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit laut Gesundheitsministerium 98 Covid-Patienten auf den Normalstationen behandelt. 48 weitere Patienten mit einer schweren Corona-Infektion liegen auf einer Intensivstation (Stand: 25.09.2021, 12:00 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 24 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand: 26.09.2021, 07:19 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Hospitalisierung liegt unverändert bei 1,01 und damit unter der der Marke sieben, ab der die Vorwarnstufe greift.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Neue Coronaschutzverordnung

In Sachsen gilt seit Donnerstag (23.09.2021) eine neue Corona-Schutzverordnung. Mit ihr greift erstmals ein sogenanntes 2G-Optionsmodell: Wer als Veranstalter oder Clubbetreiber nur geimpften oder genesenen Menschen Zugang gewährt, kann auf die Einhaltung von Mindestabstand, Maskenpflicht oder Kapazitätsbeschränkungen verzichten.

Gut 57 Prozent der Menschen in Sachsen sind inzwischen vollständig gegen Corona geimpft, bundesweit sind es knapp 64 Prozent. Bis Ende September schließen im Freistaat die Impfzentren. Künftig sollen niedergelassene Ärzte und mobile Impfteams Impfungen übernehmen.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 26. September 2021 | 19:00 Uhr

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