Corona-Statistik Corona-Inzidenz in Sachsen weiter gestiegen

Langsam aber stetig steigt die 7-Tage-Inzidenz in Sachsen weiter an. Ein Großteil der Landkreise hat die Marke von 35 bereits überschritten. Nach dem Kreis Zwickau und der Landeshauptstadt Dresden treten am Sonntag auch in der Stadt Leipzig strengere Corona-Regeln in Kraft. In den Krankenhäusern ist die Lage sowohl bei den Normal- als auch bei den Intensivbetten in puncto Corona-Patienten noch entspannt.

Der Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Sachsen hat sich am Wochenende fortgesetzt. Am Sonntag gab das Robert-Koch-Institut die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 41,2 an, nach 39,5 am Vortag. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 29,0 gelegen. Im bundesweiten Vergleich ist die Neuinfektionsrate im Freistaat noch gering: Der Bundesdurchschnitt liegt bei 80,2. Niedriger als in Sachsen ist die Wocheninzidenz nur in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Innerhalb Sachsens weisen der Landkreis Zwickau (59,6) und die Stadt Dresden (52,3) das höchste Infektionsgeschehen auf.

Strengere Regeln in Leipzig

Nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Leipzig am Freitag den fünften Tag hintereinander den Wert von 35 überschritten hatte, treten dort ab Sonntag wieder strengere Corona-Regeln in Kraft. Unter anderem gilt von nun an in vielen Bereichen die 3G-Regel - Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete - etwa in der Innengastronomie, in Schwimm- und Sporthallen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Außerdem ist dort die Kontakterfassung verpflichtend. Bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Besucherinnen und Besuchern muss die Hälfte der Plätze frei bleiben und es gilt eine Höchstgrenze von 25.000 Personen. In Dresden waren die Regeln bereits am Sonnabend und im Landkreis Zwickau am Mittwoch verschärft worden.

30 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation

In den sächsischen Kliniken werden derzeit 84 Covid-Patienten auf der sogenannten Normalstation behandelt. 31 weitere Patienten liegen mit einer Corona-Infektion auf Intensivstationen (Stand 11.9., 12 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 14 Menschen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen (Stand 12.09. 10:19 Uhr).

Sachsen weiter Schlusslicht beim Impfen

Fast 73 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag hervor. Demnach verabreichten die Ärzte am Donnerstag gut 244.000 Impfdosen (Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfung). Insgesamt haben rund 55 Millionen Menschen (66 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. Vollständig geimpft wurden in Deutschland rund 51,4 Millionen (62 Prozent).

Dabei hat auf Landesebene der Stadtstaat Bremen mit 71,9 Prozent weiterhin den höchsten Anteil vollständig Geimpfter sowie den größten Anteil mindestens einmal Geimpfter. Schlusslicht bei der Quote vollständig Geimpfter ist den Zahlen zufolge weiterhin Sachsen mit 52,9 Prozent. Auch bei den mindestens einmal Geimpften (56,2 Prozent) steht Sachsen als letztes Land in der Rangliste.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Laut aktueller Corona-Schutzverordnung werden die Corona-Regeln in Sachsen in zwei Schritten verschärft. Zusätzlich zu den Inzidenzwerten gilt die Belegung von Krankenhausbetten als Maßstab. Die sogenannte Vorwarnstufe ist erreicht, wenn 650 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Die Überlastungsstufe greift, sobald mindestens 1.300 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind.

Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel: Wenn eine der beiden Stufen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten die entsprechenden Regelungen gemäß Corona-Schutzverordnung am übernächsten Tag in Kraft.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 12. September 2021 | 19:00 Uhr

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