Hass im Netz Hausdurchsuchung nach Drohung gegen Kretschmer auf Facebook

Auf roten Computertasten stehen in in jeweils einer Sprechblase die Buchtaben H, A, S, S, die in Pixel übergehen.
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Nach einer Gewaltdrohung gegen Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer im sozialen Netzwerk Facebook hat die Polizei die Wohnung des 39-jährigen Tatverdächtigen im Erzgebirgskreis durchsucht. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, wurden dabei dessen Mobiltelefon und Computertechnik beschlagnahmt. Der Mann zählt demnach zu den Gegnern der Corona-Maßnahmen. Er schickte auch E-Mails an Kanzlerin Angela Merkel.

Ermittlung wegen Androhung von Straftaten

Nach Angaben des LKA bedrohte der Mann aus Zwönitz Kretschmer auf dessen eigener Facebook-Seite öffentlich. Auch die E-Mails, die er Ende vergangenen Jahres an Merkel sowie an das Landratsamt des Erzgebirgskreises versandte, seien "mit beleidigenden und zum Teil bedrohenden sowie gewaltverherrlichenden Inhalten" versehen gewesen. Gegen den polizeilich bekannten Verdächtigen wird wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ermittelt.

Zum verstärkten Kampf gegen Hass-Kriminalität im Internet ist in Sachsen heute ein Bürger-Portal freigeschaltet worden. Darüber können Bürger, Unternehmen und Institutionen strafbare Hasskommentare direkt bei der Polizei anzeigen.

Sächsisches Bürgerportal gegen Hass im Netz
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Quelle: MDR/kb/ap

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2021 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

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