Angebote kommen an Impfbereitschaft in Sachsen steigt leicht

1.800 Menschen mehr als noch vor einer Woche haben sich in Sachsen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die verschiedenen Angebote werden nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes gut angenommen. Auch beim Impfen von Kindern und Jugendlichen will der Freistaat weiter voran schreiten.

Menschen warten in einem Supermarkt auf ihre Impfung mit dem Impfstoff Astrazeneca
Eine Impfung beim Einkaufen im Supermarkt? Angebote wie diese sollen zum Impfen animieren. Bildrechte: dpa

Die Zahl der Impfwilligen ist im Freistaat wieder leicht gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen (DRK) ließen sich am vergangenen Sonnabend 6.200 Menschen gegen das Coronavirus impfen. Vor einer Woche seien es 1.800 weniger gewesen. Sowohl die Familien-Impftage als auch Aktionen auf Volksfesten, in Einkaufszentren und am Rande von Fußballspielen würden gut angenommen, sagte Kai Kranich, Sprecher der DRK-Landesverbandes.

Ein Mann gibt ein Interview.
Bildrechte: MDR SACHSEN

Impfen ohne Termin und Sonderimpftermine machen mittlerweile fast die Hälfte unserer Kapazität aus. Es ist aber natürlich noch lange nicht so effektiv wie im Impfzentrum.

Kai Kranich Sprecher DRK Sachsen

Kranich betonte, dass insbesondere das Impfen im Impfzentrum schneller vonstattengehe. Dort würden im Idealfall nur rund 20 Minuten für eine Impfung benötigt. Die Wartezeiten bei mobilen Impfterminen am Rande von Veranstaltungen oder in Einkaufszentren könnten dagegen zwei Stunden und mehr betragen. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, unseren Service hier auch zu verbessern", sagte Kranich MDR SACHSEN.

Weitere Impfangebote für Kinder und Jugendliche geplant

Auch immer mehr 12- bis 17-Jährige melden sich im Freistaat zum Impfen. Mittlerweile bekommen laut DRK täglich rund 450 Jugendliche in Sachsens Impfzentren ein Corona-Vakzin gespritzt. Die sächsische Impfkommission hatte die Impfung ab 12 Jahren schon seit 1. August empfohlen. Vom DRK hieß es, dass an Aktionen wie "Familienimpftagen" in Impfzentren festgehalten werden soll. Auch in Freizeitzentren und Tierparks seien weitere Angebote geplant. Das zuständige Sozialministerium begrüßt nach eigenen Angaben jede kreative Impfaktion, vor allem für Familien. Impfungen müssten dort angeboten werden, wo die Menschen sind.

Eine junge Frau impft eine junge Patientin.
Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission können sich inzwischen alle Kinder ab 12 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Bildrechte: dpa

Die Kapazitäten in den sächsischen Impfzentren sind nach Angaben von DRK-Sprecher Kranich derzeit nicht ausgeschöpft. Es könnten pro Tag rund 20.000 Menschen geimpft werden. Zur Zeit seien es nur rund 7.000.

Quelle: MDR/bd/Kevin Poweska/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 17. August 2021 | 22:00 Uhr

4 Kommentare

Kritische vor 4 Wochen

Die ersten schreien schon wieder, dass bei Impfungen an den Schulen Kinder beeinflusst werden könnten. Lach, die Leute, die Verschwörungstheorien aus sogenannten sozialen Medien (die oft eher unsozial sind) glauben, sind ja auch beeinflusst. Jeder Mensch ist das, die Frage ist nur, von was und wem. Soziale Gerechtigkeit wäre es, wenn auch Jugendliche von Eltern, die sich nicht so darum kümmern, eine Chance auf Impfung hätten. Natürlich sollen die Eltern dabei sein, z. B. im Rahmen von Aktionen auf dem Gelände der Schule. Manche Kräfte tun ja so, als sollte den armen Kindern hinterrücks eine Nadel in den Arm gerammt werden. Mein Gott, lasst uns die Diskussion versachlichen.

Denkender vor 5 Wochen

Woher nehmen Sie die 100% Wirkung in dieser Altersgruppe?
"Andere ihren Arm hinhalten", was für eine Aussage. Als ob es nur um das Hinhalten gehen würde.
Wer sagt denn, dass es zwingend nur eine Entscheidung zwischen Kontaktbeschränkungen und das Impfen gibt?
Selbst Geimpfte können infiziert werden und andere infizieren, also schön vorsichtig auch weiterhin mit Kontakten sein.

Kritische vor 5 Wochen

Tochter, fast 13, ist bereits geimpft und alles verlief problemlos. Die Kinderärztin hatte sich geweigert auf Grund der fehlenden Empfehlung, da stiegen die Zahlen schon wieder. Nun endlich Rechtssicherheit und im Impfzentrum waren alle wie auch bei unserer Impfung bereits sehr nett und man fühlte sich gut beraten und behandelt. Die Kinder bzw. Jugendlichen wollen oft auch geimpft werden, wird doch gepredigt, dass wir nur so die Pandemie in den Griff bekommen. 100 % Wirkung in dieser Altersgruppe sprechen für sich. Auf Langzeitstudien warten ist leider unrealistisch, Corona ist jetzt und hier und der Mensch lebt ja auch nicht ewig. Manche hoffen wohl, dass andere ihren Arm hinhalten, um sie selbst zu schützen oder dass der Impfstoff erstmal in Afrika an armen Kindern getestet wird. Die Daten aus den USA und Israel mit Millionen geimpften Kindern sollten reichen. Blauäugig, wer denkt, das Virus macht einen Bogen um Kinder. Ewige Kontaktbeschränkungen sind grausamer als eine Impfung.

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