Impfpriorisierung aufgehoben Astrazeneca beim Hausarzt für alle Sachsen verimpfbar

Sachsen hat die Impf-Reihenfolge gelockert: Nun können sich alle Erwachsenen beim Hausarzt mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Berechtigte der Priorisierungsgruppe 3 können sich ab Mittwoch für Termine in den sächsischen Impfzentren anmelden.

Corona-Impfung
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Sachsen hat die Impfpriorisierung für den Impfstoff Astrazeneca komplett aufgehoben. Ab sofort können sich alle Bürgerinnen und Bürger in Arztpraxen mit diesem Impfstoff impfen lassen, teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstag mit. Allerdings ginge das nur mit vorheriger Beratung in den Arztpraxen und nur, wenn Arzt und Patient einverstanden sind. Noch in dieser Woche könnten sich auch alle Menschen impfen lassen, die der Priorisierungsgruppe 3 angehören. Damit seien mehr als 60 Prozent der Erwachsenen in Sachsen impfberechtigt.

Wer darf sich jetzt impfen lassen?

  • Erwachsene gemäß Priorisierungsgruppe 3 - zum Beispiel Beschäftigte des Lebensmitteleinzelhandels, der Kinder- und Jugendhilfe und Menschen in relevanter Position in Einrichtungen und Firmen der kritischen Infrastruktur.
  • Weitere Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Asthma oder Herzinsuffizienz. Eine vollständige Auflistung der Berechtigten der Gruppe 3 finden Sie hier.
  • Ab Mittwoch, 21. April 2021, 18 Uhr, sind Termine in Impfzentren für diese Priorisierungsgruppe 3 über das DRK-Buchungsportal buchbar.
  • Die Priorisierung für den Impfstoff von Astrazeneca ist aufgehoben: Auch Menschen unter 60 Jahre können sich beim Hausarzt mit dem Vakzin impfen lassen - auch wenn sie keiner Priorisierungsgruppe angehören.

Wir kommen in Sachsen mit unserer Impfkampagne gut voran.

Petra Köpping Sächsische Gesundheitsministerin

In Sachsen seien bislang 1,09 Millionen Impfdosen verabreicht worden, täglich bis zu 39.000 Impfungen. Rund sieben Prozent der sächsischen Bevölkerung seien zweimal geimpft. An der Impfkampagne in Sachsen beteiligen sich laut Köpping derzeit 1.800 Arztpraxen. Die 13 Impfzentren im Land "bleiben auf jeden Fall bis 30. Juni in Betrieb." Über ein Impfzentrum der Bundeswehr in Delitzsch werde derzeit noch gesprochen, meinte Köpping.

Wie weiter mit der Impf-Organisation?

Wie Sachsen ab 1. Juli das Impfen weiter organisieren wird, will das Kabinett nächste Woche beraten und entscheiden, kündigte die Ministerin an. Man plane, immer mehr Termine in die Praxen von Haus- und Fachärzten, aber auch Betriebsärzten und in Medizinische Versorgungszentren zu verlagern. Zu klären sei auch die Frage, wie die mobilen Impfteams weiterarbeiten.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | SACHSENSPIEGEL | 20. April 2021 | 19:00 Uhr

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