Anpassung Sachsen reduziert Zahl der Impfzentren

Die Zahl der Coronainfektionen sinkt, die Nachfrage nach Impfungen auch. Deshalb passt das DRK die Zahl der Impfzentren und deren Öffnungszeiten an. In allen Regionen soll aber weiterhin die Möglichkeit bestehen, ein staatliches Impfzentrum zu nutzen. Sozialministerin Köpping plädiert weiter fürs Impfen - auch in Vorbereitung auf eine mögliche Zunahme der Infektionen im Herbst.

Lars Werthmann, Logistiker Deutsches Rotes Kreuz (DRK), entfernt ein Transparent mit der Aufschrift «Impfzentrum Sachsen».
In Sachsen wird die Zahl der Impfzentren ab Juni weiter reduziert. Bildrechte: dpa

Wegen zurückgehender Auslastung der aktuell 25 Corona-Impfstellen reduziert Sachsen das staatliche Angebot ab Juni weiter. Nur die 13 Impfzentren des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) bleiben geöffnet und gehen in den Sommerbetrieb, wie das sächsische Sozialministerium am Mittwoch mitteilte. Damit stehe weiter eine Impfstelle pro Landkreis und Großstadt offen, die die Versorgung in Arztpraxen, bei Betriebsärzten und Krankenhäusern ergänzen.

Impfen ist und bleibt auch über die Sommermonate wichtig.

Petra Köpping (SPD) Sachsens Sozial- und Gesundheitsministerin

Kapazitäten können im Herbst unkompliziert aufgestockt werden

Viele Virologen und Epidemiologen warnten vor einer erneuten Zunahme des Infektionsgeschehens im Herbst. "Die Corona-Schutzimpfung hilft gegen schwere Krankheitsverläufe", erinnert Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Mit dem Weiterbetrieb der staatlichen Impfzentren bestehe eine zusätzliche Möglichkeit, "sich auf den Herbst vorzubereiten und sich zu schützen". Und ab Oktober bis Dezember könne das Personal verdoppelt werden.

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Hauptsache gesund Do 28.04.2022 21:00Uhr 12:21 min

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Auch das DRK sieht darin eine strukturelle Basis, um bei Bedarf auf steigende Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen reagieren zu können - je nach verfügbarem Impfstoff und Personal, sagte ein Sprecher. Das Angebot werde der nur noch sehr geringen Nachfrage angepasst - die Öffnung der Impfzentren werde auf dienstags bis freitags reduziert. "Alle anderen Impfstellen werden geschlossen, vereinzelt wurden neue Standorte gefunden."

Nach Ministeriumsangaben gab es im Winter zeitweise bis zu 64 staatliche Impfstellen. Ab April 2022 sei das Angebot schrittweise der gesunkenen Auslastung angepasst worden. Im kommenden Herbst könnten bei Bedarf dann auch mobile Teams ergänzend eingesetzt werden und sich zudem die Kommunen am Impfen beteiligen.

MDR (lam)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 25. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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