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In Sachsen wurden in den vergangenen Monaten Corona-Schutzimpfungen mit vier verschiedenen Impfstoffen durchgeführt. Noch im Februar soll ein neuer Impfstoff hinzukommen. Bildrechte: imago images/Political-Moments

Kurz erklärtCorona-Impfung in Sachsen: Fragen und Antworten

Stand: 31. März 2022, 11:37 Uhr

Vor gut einem Jahr wurden die ersten Sachsen gegen das Coronavirus geimpft - zunächst in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Nach anfänglicher Knappheit des Impfstoffes ist nun genug Vakzin für alle vorhanden. Doch längst nicht jede und jeder ist bislang geimpft - auch weil ihnen Antworten auf viele Fragen fehlen: Wie wirken die Impfstoffe? Was sind sogenannte Impfdurchbrüche? Und was bringt die Impfung überhaupt?

Allgemeines zu den Corona-Impfstoffen

Welche Impfstoffe gegen das Coronavirus sind zugelassen?

Bislang sind fünf Impfstoffe zugelassen. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) gab am 21. Dezember 2020 grünes Licht für den Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die formelle Zulassung durch die EU-Kommission erfolgte kurz danach.

Die EMA hat außerdem am 6. Januar 2021 dem Einsatz des Impfstoffs vom US-Konzern Moderna zugestimmt. Beide Impfstoffe sollen eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent haben.

Am 29. Januar 2021 hat auch der Impfstoff des schwedischen Pharmaunternehmens Astrazeneca eine Zulassung erhalten. Der Impfstoff wurde in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Oxford entwickelt.

Die EU-Kommission hat den Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson am 11. März 2021 zugelassen. In den USA war er bereits seit Ende Februar eingesetzt worden.

Seit dem 20. Dezember 2021 hat außerdem das Corona-Vakzin des US-Biotechunternehmens Novavax die finale Genehmigung für die EU. Zuvor hatte die Arzneimittelbehörde EMA eine bedingte Zulassung für Personen ab 18 Jahren empfohlen.

Nicht zugelassen ist bisher der Impfstoff Sputnik V, der in Russland entwickelt wurde. Die EU begründet das mit nicht vollständig eingereichten Daten. Eine zeitnahe EU-Zulassung ist nicht wahrscheinlich.

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Was ist ein mRNA-Impfstoff?

Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna sind auf mRNA-Basis hergestellt. Laut Professor Uwe Liebert, Direktor des Instituts für Virologie des Universitätsklinikums Leipzig, wird bei einem mRNA-Impfstoff eine Art "Bauanleitung" für ein bestimmtes virales Protein oder sogar einen Abschnitt von einem Protein über die Impfung initiiert. Dieses virale Protein wird dann im Körper selbst hergestellt. Damit kann das körpereigene Immunsystem das Virus erkennen und bekämpfen. Eine Impfung sei weit weniger riskant, als sich mit dem Coronavirus zu infizieren, so Liebert.

Das Robert-Koch-Institut erklärt mRNA-Impfstoffe

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Kann mRNA mein Genom verändern?

Nein, das Erbgut wird nicht verändert. Die initiierte mRNA ist außerordentlich kurzlebig und zerfällt schnell. Außerdem wirkt mRNA nicht im Zellkern, also da, wo das menschliche Genom gespeichert ist, sondern nur im Zellplasma. Dieses gelange gar nicht in den Zellkern, sagt Virologe Liebert. Selbst theoretisch könne man sich nicht vorstellen, wie mRNA die DNA verändern könne.

Was ist ein Vektorimpfstoff und wie wirkt er?

Der Astrazeneca-Impfstoff ist ein sogenannter Vektorimpfstoff, erklärt Dr. Thomas Grünewald von der sächsischen Impfkommission: "Es ist ein tierisches Virus, das sich im Menschen nicht vermehren kann. Dort werden genetische Informationen von SARS-CoV-2 eingeschleust. Es kommt zu einer örtlichen Infektion und diese führt dazu, dass die Eiweiße, die genetisch eingeschleust worden sind, dann auch präsentiert werden." Das führe dazu, dass das menschliche Immunsystem nicht nur gegen den tierischen Virus-Vektor, sondern auch gegen das Eiweiß von SARS-CoV-2 aktiv werde. Wenn ein geimpfter Mensch danach in Kontakt mit SARS-CoV-2 kommt, ist die körpereigene Abwehr bereits vorbereitet. Neben dem Vakzin von Astrazeneca gehören auch die Impfstoffe Johnson & Johnson und SputnikV zu den Vektorimpfstoffen.

Diese Art der Impfstoffe ist verhältnismäßig neu. Vor Covid-19 haben die zuständigen Behörden zwei Vektorimpfstoffe zugelassen: einen gegen das Dengue-Fieber und einen gegen Ebola.

Anm. d. Red.: In einer vorhergehenden Versionen des Textes hieß es, Vektorimpfstoffe seien bereits bei Grippeschutz-Impfungen zum Einsatz gekommen. Das ist falsch. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Was ist ein Impfstoff auf Protein-Basis?

Das Vakzin des Unternehmens Novavax ist ein sogenannter Protein-Impfstoff. Er enthält Nanopartikel des Erregers, vor dem die Impfung schützen soll. Im Fall des Impfstoffes gegen Corona ist das Spike-Protein enthalten. Der Körper einer geimpften Person bekommt also eine Kopie des Spike-Proteins verabreicht. Die Viruspartikel werden nicht direkt aus Viren gewonnen, sondern in Zellkulturen hergestellt. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, wird ein Zusatzstoff eingesetzt, ein sogenanntes Adjuvanz. Es kann Nebenwirkungen hervorrufen. Als Vorteil dieser Impfstoffklasse gilt, dass die Dosen auch bei Kühlschranktemperatur gelagert werden können.

Ab wann ist der Novavax-Impfstoff in Sachsen verfügbar?

Corona-Impfungen mit Novavax sind in Sachsen seit dem 28. Februar 2022 möglich. Die ersten 69.000 Dosen des Protein-Impfstoffs standen laut Sozialministerium zunächst den Beschäftigten des Gesundheits- und Pflegebereichs zur Verfügung. Novavax-Impfungen sollen vorerst nur in 13 ausgewählten Impfzentren im Freistaat zum Einsatz kommen.

Welche Nebenwirkungen gibt es bei den Impfstoffen?

Das Paul-Ehrlich-Institut, in Deutschland für die Zulassung von Impfstoffen zuständig, betont, dass Präparate erst nach ausreichender Überprüfung auf den Markt gebracht werden. Auch nach Marktzulassung erfolge eine ständige Kontrolle zum Erfassen von Wirksamkeit und Nebenwirkungen.

Bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca gab es nach Angaben der Hersteller während der Erprobung keine ernsthaften Nebenwirkungen. Allerdings reagierten mehrere Menschen in verschiedenen Ländern stark auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer, die bereits zuvor durch Allergien anaphylaktische Schocks erlitten hatten.

Der US-Konzern Moderna nannte Müdigkeit, Muskelbeschwerden und Schmerzen am Einstichpunkt nach der zweiten Dosis als mögliche Impfreaktion.

Beim Impfstoff noch Astrazeneca nennt das Bundesgesundheitsministerium als häufige Reaktionen insbesondere bei jungen Menschen nach der ersten Impfung Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen an der Einstichstelle. In sehr seltenen Fällen - bei jungen Frauen etwas häufiger als bei Männern - kann es zu einem Mangel an Blutplättchen kommen. Das kann eine Thrombose zur Folge haben, beispielsweise im Gehirn oder in den Bauchorganen. Die Häufigkeit beträgt den Angaben nach höchstens 1:50.000. In sehr seltenen Fällen könne auch das sogenannte Guillain-Barré-Syndrom ausgelöst werden - eine aufsteigende Lähmung durch eine autoimmune Entzündung der Nervenwurzeln am Rückenmark. Die Häufigkeit für diese Nebenwirkung betrage höchstens 1:100.000. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt die Impfung erst ab 60 Jahren.

Laut Bundesgesundheitsministerium wurden nach Impfungen mit dem Vakzin von Novavax Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopf- sowie Muskel- und Gelenkschmerzen oder Müdigkeit beobachtet. Diese Impfreaktionen würden in der Regel nach wenigen Tagen wieder abklingen und stellten in der Regel keinen Anlass zur Sorge dar. Den Angaben zufolge konnten keine schweren Nebenwirkungen ausgemacht werden. Das Ministerium weist aber darauf hin: "An der Studie nahmen insgesamt zu wenig Menschen teil, um seltene schwere Nebenwirkungen feststellen zu können." Deshalb werde der Impfstoff auch nach der Zulassung weiter sehr genau von den internationalen Sicherheitsbehörden überwacht.

Wirksamkeit der Corona-Schutzimpfung und Impfempfehlungen

Senken Virus-Mutationen die Impfstoffwirkung?

Inzwischen gibt es neben der ursprünglichen Form des Coronavirus SARS-CoV-2 mehrere Mutationen - es sind also veränderte Varianten des Virus. Laut Thomas Grünewald von der sächsischen Impfkommission (SIKO) wirken bisher alle zugelassenen Impfstoffe auch gegen die bekannten Mutationen - jedoch wirke nicht jedes Präparat gleich gut gegen jede Mutation.

Wie viele Impfungen sind notwendig?

Das war lange Zeit abhängig vom verwendeten Vakzin. Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Novavax wurden nach Angaben der Unternehmen alle mit zwei Impfdosen getestet. Das bedeutet, dass sich Patienten im Abstand mehrerer Wochen zweimal impfen lassen müssen, um die Grundimmunisierung zu erreichen. Für den Boosterstatus empfiehlt die Ständige Impfkommission mittlerweile eine dritte Impfung nach frühestens drei Monaten.

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson war anfangs nur eine Impfdosis nötig. Inzwischen empfehlen Virologen eine zusätzliche Auffrischungsimpfung. Der Boosterstatus wird mit einer dritten Impfung erreicht. Empfohlen wird, die zweite und dritte Impfung mit einem mRNA-Impfstoff durchführen zu lassen.

Was ist eine Covid-19 Booster-Impfung?

Es handelt sich dabei um eine Auffrischungsimpfung, damit der Impfschutz aufrecht erhalten wird. Bei der Grundimmunisierung wurden in der Regel zwei Dosen verabreicht. Ausnahmen bilden hier Menschen, die eine Corona-Infektion hinter sich haben und einmalig geimpft sind. Sie gelten als vollständig geimpft.

Bei der Booster-Impfung wird regulär nur eine Dosis benötigt. Experten empfehlen eine Auffrischung der Impfungen gegen das Coronavirus frühestens drei Monate nach der Grundimmunisierung. Wer bereits zweimal geimpft und von einer Corona-Infektion genesen ist, gilt ebenfalls als geboostert.

Wer kann die dritte Impfung bekommen? Und wann?

Eine Booster-Impfung empfiehlt die STIKO allen Personen ab einem Alter von zwölf Jahren, deren Grundimmunisierung mindestens drei Monate besteht.

Nach einer Coronavirus-Infektion sollte den Experten zufolge erst drei Monate nach Abklingen der Symptome bzw. einem negativen PCR-Test eine Booster-Impfung erfolgen.

Wer bereits zweimal geimpft und von einer Corona-Infektion genesen ist, gilt bereits als geboostert.

Gilt man nach einer Impfung und einer Corona-Infektion als grundimmunisiert?

Ja, laut Impfkommission kann eine durchgemachte Corona-Infektion eine Impfung ersetzen. Dabei ist egal, ob die Impfung vor oder nach der Infektion erfolgt ist. Wichtig ist nur, dass die Infektion erst mindestens vier Wochen nach der Impfung aufgetreten ist. In diesem Fall gilt man als vollständig geimpft.

Gilt man nach zwei Impfungen und einer Corona-Infektion als geboostert?

Das Sozialministerium Sachsen hat klargestellt, dass grundimmunisierte Menschen, das heißt doppelt geimpfte Personen, die eine Corona-Infektion hinter sich gebracht haben, als geboostert angesehen werden. Für diese Gruppe gibt es derzeit von der sächsische Impfkommission (SIKO) keine weitere Impfempfehlung. Die SIKO schreibt, dass "eine durchgemachte Infektion unabhängig vom Zeitpunkt (außer einer Infektion im zeitlichen Kontext mit einer Impfdosis) eine Impfdosis ersetzt."

Das ist allerdings nicht überall in Deutschland so. Teilweise gelten Menschen mit Grundimmunisierung, die nach ihren Impfungen eine Infektion durchgemacht haben, nur drei Monate als geboostert. Diese Personen müssten sich dann erneut gegen das Coronavirus impfen lassen, um den Status als geboostert aufrecht zu erhalten.

Welche Impfempfehlung gibt es für Kinder und Erwachsene?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Impfung für Menschen ab einem Alter von zwölf Jahren, jedoch mit unterschiedlichen Impfstoffen. Nach der aktuellen Empfehlung sollen Menschen unter 30 und Schwangere mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Grund dafür ist ein seltenes Auftreten von Herzmuskelentzündungen in dieser Altersgruppe bei der Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Moderna.

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt bereits allen Kindern ab fünf Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus. Eine Entsprechende Empfehlung der STIKO für diese Altersgruppe gibt es bislang nicht. Ausnahmen bilden hier Kinder, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben oder mit Risikopatienten in Kontakt stehen.

Ist eine vierte Impfung gegen Corona nötig?

Die STIKO empfiehlt eine vierte Impfung für Menschen über 70 Jahren bzw. mit schweren Vorerkrankungen und Menschen, die in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen tätig sind und dabei insbesondere direkten Kontakt zu Bewohnerinnen und Bewohnern bzw. Patientinnen und Patienten haben.

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt die vierte Impfung ebenfalls für Menschen über 70 Jahren bzw. mit schweren Vorerkrankungen. Außerdem gilt die Empfehlung auch für Personen, die ausschließlich mit Vektorimpfstoffen geimpft wurden.

Kann man sich trotz Impfung mit dem Coronavirus infizieren?

Ja, es ist möglich, sich trotz vollem Impfschutz mit dem Coronavirus zu infizieren. Allerdings liegen die nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus bei ungeimpften Menschen deutlich höher als bei Menschen mit vollständigem Impfschutz.

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Was sind sogenannte Impfdurchbrüche?

Von Impfdurchbrüchen spricht man, wenn ein Mensch (schwer) an der Krankheit erkrankt, gegen die er vollständig geimpft wurde. Das passiert relativ selten.

Nicht gemeint ist damit eine Infektion mit dem Virus. Diese kann trotz Impfung stattfinden, da die Impfung nur schwere Krankheitsverläufe und den Tod durch die Krankheit verhindern soll. Sie bietet keine Barriere gegen das Virus.

Kann man trotz Corona-Impfung an Covid-19 erkranken?

Ja, auch eine Erkrankung an Covid-19 ist möglich, erklärt Carlos Alberto Guzmán. Er leitet die Abteilung "Vakzinologie und angewandte Mikrobiologie" am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Eine Impfung soll vor allem schwere Verläufe und den Tod verhindern.

Kann man trotz Corona-Impfung andere anstecken?

Laut Paul-Ehrlich-Institut ist die Gefahr, dass Geimpfte das Virus weiterhin übertragen zwar reduziert, aber weiterhin gegeben: "Richtig ist, dass nach bisher vorliegenden Daten, sowohl aus Tierversuchen als auch insbesondere aus Israel, die Viruslast (und damit die Gefahr der Weitergabe von Viren) bei (vollständig) Geimpften zwar geringer ist als bei Ungeimpften. Da aber die Impfung nicht die Infektion verhindert, sondern insbesondere die Erkrankung, ist es möglich, dass vollständig Geimpfte sich infizieren (was durch einen Test nachgewiesen werden könnte), keine Symptome ausbilden und dann möglicherweise das Virus auch weitergeben würden."

Impfpflicht

Gibt es eine Impfpflicht?

Für bestimmte Berufsgruppen in der Pflege und der Medizin gilt eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Diese sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht hat der Bundestag Anfang Dezember 2021 beschlossen. Demnach muss Pflegepersonal in Heimen und Kliniken seit 16. März 2022 nachweisen, dass es vollständig geimpft oder genesen ist. Sachsen hat zur Umsetzung des Gesetzes einen Stufenplan vorgelegt.

Die Folgen des neuen Gesetzes sind bereits jetzt in Sachsen sichtbar. So haben sich etliche ungeimpfte Beschäftigte aus Gesundheits- und Pflegeberufen bereits beim Arbeitsamt als arbeitssuchend gemeldet. Eine allgemeine Impfpflicht für alle Bevölkerungsgruppen wird derzeit diskutiert.

Impfstellen in Sachsen

Wo kann man sich impfen lassen?

Impfungen werden derzeit bei Haus-, Betriebs- und Fachärzten angeboten. Dazu kommen die staatlichen Impfstellen, deren Anzahl aufgrund der gesunkenen Impfnachfrage ab April reduziert werden. Das DRK wird dann im April und Mai nur noch 25 statt bisher 60 staatliche Impfstellen betreiben. Eine Übersicht der Impfstellen finden Sie auf der Seite des DRK Sachsen. Außerdem impfen mobile Teams in Kommunen oder bei verschiedenen Impfaktionen.

Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können sich beim Kinderarzt impfen lassen. Gleiches gilt grundsätzlich für Kinder ab 5 Jahren. Eine Empfehlung der STIKO liegt vor für:

  • Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen.
  • Außerdem wird zu Impfungen in dieser Altersgruppe auch für Kinder geraten, in deren Umfeld Risikopatienten leben, die sich selbst nicht durch Impfungen schützen können.
  • Für alle anderen Kinder soll eine Impfung auf Wunsch der Eltern möglich sein.

Wo braucht man einen Termin zum Impfen?

Die aktuelle Funktionsweise der über das DRK organisierten Struktur ist, dass Impfpunkte oder Impfzentren mit und ohne vorheriger Terminvergabe Impfwillige annehmen. Eine Ausnahme bilden die Kinder-Impfungen von 5- bis 11-Jährigen. Hier ist die Impfung weiterhin ausschließlich mit Termin möglich.

Termine sind über das Terminportal der Landesregierung zu buchen und können für Erst-, Zweit-, Optimierungs- oder Auffrischungsimpfungen reserviert werden. Über das Terminportal werden Impftermine mit mRNA-Impfstoffen, Johnson & Johnson sowie Novavax angeboten.

Wo kann man sich ohne Termin impfen lassen?

Bei den Sonderimpfaktionen von Vereinen und Kommunen soll weiterhin ohne Terminvereinbarung geimpft werden. Eine Übersicht über diese Sonderaktionen finden Sie auf der Seite des DRK Sachsen.

Mit der App Impf-Finder können sich Interessierte über Impfmöglichkeiten informieren. Außerdem hat die Kassenärztliche Vereinigung eine Übersicht über die impfenden Praxen in Sachsen zusammengestellt.

Wer bezahlt die Impfung?

Für Bürgerinnen und Bürger in Deutschland wird die Impfung nach Angaben der Bundesregierung kostenfrei bereitgestellt - und zwar unabhängig von ihrem Versicherungsstatus. Der Bund bezahlt den Impfstoff. Die Länder tragen gemeinsam mit der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung die Kosten für den Betrieb der Impfzentren.

Wie viele Menschen in Sachsen sind gegen Corona geimpft?

Wie viele Menschen in Sachsen geimpft sind, wird im Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums erfasst. Auch das Sozialministerium in Sachsen hat eine entsprechende Übersicht.

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Quelle: MDR(kp/bj/al)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 22. Februar 2022 | 19:00 Uhr