Sozialministerium Vor März kaum neue Impftermine trotz neuer Impfstoff-Lieferung

Impfdosen
Am Montag wurde nur rund 57 Prozent der erwarteten Impfstoffmenge geliefert. (Archivbild) Bildrechte: dpa

In Sachsen wird es bis Ende Februar nur vereinzelt Termine für Corona-Schutzimpfungen in den dafür eingerichteten Zentren geben. Das sagte der Sprecher des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Kai Kranich. Sachsen erhalte trotz der Lieferengpässe von Biontech/Pfizer weiter Corona-Impfstoff, allerdings deutlich weniger als geplant. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sollen am Montag 23.400 Dosen eintreffen. Das entspreche rund 57 Prozent der ursprünglich erwarteten Menge.

Freie Vergabe frühestens ab März

Die Impfzentren werden zurzeit am wenigsten beliefert, so Kranich. Deshalb sei eine Terminvergabe am Telefon oder online kaum möglich. Es würden einzelne Termine freigeschalten, wenn es Absagen gebe. "Ab März rechnen wir mit einer Impfstoffmenge, bei der sich dann auch die freie Vergabe in den Impfzentren wieder lohnt", so Kranich. Die aktuell gelieferten Dosen seien weiterhin für die Versorgung von Pflegeheimen und medizinischem Personal gedacht.

Moderna-Impfstoff nicht für Zentren geeignet

In den kommenden Wochen werde schrittweise wieder mehr Impfstoff von Biontech und Pfizer geliefert, so das Gesundheitsministerium. Zudem sind demnach für diese Woche 4.800 Impfdosen des US-Pharmakonzerns Moderna angekündigt. Dieser Impfstoff solle derzeit nicht in den Impfzentren verwendet werden, da er eine andere Handhabung erfordert als der von Biontech/Pfizer. Er soll zunächst vor allem in Dialyseeinrichtungen eingesetzt werden, deren Personal zur höchsten Priorität zählt und wo auch viele schwerkranke Patienten erreicht werden können, so eine Sprecherin.

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.01.2021 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

7 Kommentare

Matthi vor 11 Wochen

Wenn man sich die Impf Situation anschaut wo Deutschland im internationalen Vergleich steht aktuell hinter Rumänien kann man schon sagen die Bundesregierung mit seinem Gesundheitsministerium hat wohl was Falsch gemacht. Was nützen Impfzentren wenn es kein Impfstoff in ausreichender Menge gibt, da sitzen alle Bundesländer im gleichen Boot. Wenn ich mir aktuell die Astrazen. Geschichte anschaue Frage ich mich schon warum die EU nicht ein Ausfuhrstopp für die Medikamente von der Firma Verhängt, es sind ja schließlich viele Millionen EU Steuergelder in die Firma investiert worden. Die Verantwortung für das Impf Desaster liegt beim Bundesgesundheitsminister und Kanzlerin, ich hoffe das wird bei der nächsten Wahl vom Bürger berücksichtigt.

Armin C. vor 11 Wochen

Noch ein Versuch,
(erster war 18:46 Uhr, jetzt ohne erste 3 Zeilen...)
...wie die politischen Akteure hilf- und planlos sind! Eben gerade was die schon wochenlange katastrophale Situation um den Impfstoff angeht.
Z.B. tagesschau Onlineseite(23.01.2021):
*Rolle der Pharmakonzerne*
>>>Wer hat den Corona-Impfstoff erfunden?<<<

selbe Onlineseite:
"Panorama - Die Reporter"
>>>Wem gehört der Impfstoff?<<< (auch ARD-Mediathek)

Unter anderem wird bei diesen Reportagen mehr als deutlich, dass es um nahezu grenzenlose wirtschaftliche Interessen der Pharmakonzerne geht!
Ohne jahre-, sogar jahrzehntelange Forschung z.B. an Unis wäre die Entwicklung des Impfstoffes innerhalb eines Jahres nicht möglich gewesen. Aus diesem kostenintensiven Bereich haben die sich längst zurückgezogen.
Aber beim großen Geldverdienen, da sind sie jetzt da!
"...Analysten rechnen damit, dass BioNTech und Pfizer allein mehr als 15 Milliarden Euro Umsatz in diesem Jahr mit ihrem Impfstoff erzielen werden."

nasowasaberauch vor 11 Wochen

Heute war Frau Köpping zu Gast im mdr und hat den fehlenden Impfstof beklagt. Wir haben Impfzentren, wo am Tag 1000 Bürger geimpft werden können, sagte sie. 13 Impfzentren macht 13000 Dosen pro Tag. Abzüglich Bürger über 80 Jahre und Jugendliche bis 16 Jahre ergibt sichin Sachsen eine Zahl von noch ca. 3.150.000 Impflingen. Angenommen diese Dosen ständen real zur Verfügung, braucht Sachsen rein rechnerisch ab dem angenommenen Abschluß der Impfung der über 80 jährigen Ende Februar (Frau Köpping) noch 484 Tage für eine doppelte Durchimpfung. Das wären ab Februar 16 Monate, sprich im supergünstigsten Fall Juni 2022. Es werden sich nicht alle Bürger impfen lassen, aber wir werden auch nicht 13000 Dosen pro Tag erhalten und so wird es wohl weit in 2022 hinein reichen, prost Neujahr. Diese Rechnung bezieht sich auf die momentanen Gegebenheiten und ist sehr optimistisch.

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