Corona-Impfung Sachsen können Impfzentrum selbst wählen

In allen Kreisen und kreisfreien Städte in Sachsen gibt es inzwischen Impfzentren. Laut DRK müssen sich Impfwillige eines Landkreises aber nicht zwingend in genau diesem Kreis gegen das Coronavirus impfen lassen. Wenn zum Beispiel ein anderes Zentrum besser zu erreichen ist oder näher liegt, sollen die Sachsen frei wählen können.

Ein Wegweiser zum künftigen Impfzentrum Leipzig auf der Leipziger Messe
Eines von 13 Impfzentren in Sachsen befindet sich auf der Leipziger Messe. Bildrechte: imago images / Peter Endig

In welchem Impfzentrum man sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, kann jede Person in Sachsen selbst entscheiden. Das hat das federführende Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf Anfrage von MDR SACHSEN mitgeteilt. Die Impfzentrumsgrenzen seien nicht gleichzusetzen mit Landkreisgrenzen, deswegen gebe es die Möglichkeit der freien Auswahl. Laut DRK Sachsen-Pressesprecher Kai Kranich gibt es allerdings eine Bedingung: Impfwillige müssten beide Impfungen am gleichen Ort durchführen lassen. Impftermine sollen in Zukunft online, per App oder Mail beantragt werden. Aktuell befinde sich das entsprechende Buchungssystem noch im Aufbau.

Mehrere Kriterien für Standorte

Die Impfzentren befinden sich beispielsweise in ehemaligen Einkaufsläden sowie in Stadt- oder Messehallen. Das sächsische Sozialministerium teilte auf Anfrage von MDR SACHSEN mit, bei der Auswahl der Standorte hätten mehrere Kriterien eine Rolle gespielt: "Es musste genügend Platz für die Trennung von einzelnen Bereichen wie Anmeldung und Warteraum vorhanden sein, ausreichend Parkplätze geben, Lagermöglichkeiten für den Impfstoff vorhanden sein, die Anbindung an Bus und Bahn musste gegeben und eine ausreichende Anzahl an sanitären Einrichtungen vorhanden sein." Sollte es gerade im Bereich der Anbindung mit Bus und Bahn zu Engpässen kommen, müsse vor Ort nachgebessert werden. Es seien auch Zweigstellen von Impfzentren denkbar, um das Angebot regional zu ergänzen.

Rolle der mobilen Impfteams könnte ausgebaut werden

Neben den Impfzentren gibt es in allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsens auch jeweils ein mobiles Impfteam. Kranich zufolge besteht jedes Team aus drei bis vier Menschen. Dazu komme noch ein Arzt - zum Beispiel der betreuende Arzt eines Pflegeheims. Ob es in Zukunft mehr mobile Impfteams geben soll, ist noch nicht klar. Laut DRK-Sprecher Kranich ist dies möglich, ein Auftrag liegt aber nicht vor. Es gebe außerdem Überlegungen, wonach mobile Impfteams auch "Haustermine" übernehmen könnten - beispielsweise bei Risikopatienten, die in abgelegenen Orten ohne ausreichenden Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr wohnen. Auch das Sozialministerium bestätigt, dass die Impfteams perspektivisch weitere Aufgaben übernehmen könnten. Zunächst würden aber die Pflegeheime durch die mobilen Teams versorgt.

Quelle: MDR/kp/bb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio| 17.12.2020 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

3 Kommentare

Micky Maus vor 39 Wochen

"Impfwillige müssten beide Impfungen am gleichen Ort durchführen lassen. "


also doch zwei mal impfen lassen, was hat das letztes mal für Diskussionen mit RRG gegeben.

Reiner202 vor 39 Wochen

Es hieß jeder bekommt den Termin zugeschickt,Jetzt schreibt das DRK online Anmelden. Sind die hier alle nicht mehr normal.

Pitzchen vor 39 Wochen

Warum macht jedes Bundesland sein eigenes Organisatiossystem zur Einladung der Bürgerinnen zur Impfung?

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