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Sachsens Impfzentren, wie hier in Chemnitz, schließen im September. Bildrechte: IMAGO / HärtelPRESS

CoronaSachsens Impfzentren schließen im September

von MDR SACHSEN

Stand: 20. August 2021, 19:32 Uhr

Die sächsischen Impfzentren waren das Rückgrat der Impfkampagne im Freistaat. Schon seit Mitte Juni ist bekannt, dass sie schließen werden. Jetzt hat das Sozialministerium die konkreten Termine herausgegeben, wann die Impfzentren abgebaut werden sollen. Einen einheitlichen End-Termin für alle 13 Zentren gibt es nicht.

Die Tage von Sachsens Impfzentren sind gezählt. Wie das Sozialministerium mitteilte, schließen alle 13 Einrichtungen im September. Das sächsische Regierungskabinett hatte dies im Juni beschlossen. Allerdings gibt es bei den Schließungen kein einheitliches End-Datum, weil die Räumlichkeiten laut Ministerium unterschiedlich lange zur Verfügung stehen. So ist beispielsweise in Riesa schon am 12. und in Kamenz am 15. September Schluss, während in Leipzig und Mittweida noch bis 30. September geöffnet ist. Dort wo die Zentren vor Ende des Monats schließen, soll es sogenannte Ausgleichs-Impfangebote geben.

Bildrechte: dpa

Wir passen wie die anderen Bundesländer auch im Herbst unsere staatliche Impfstruktur an. Es wird aber auch weiterhin breit gefächerte Impfangebote geben, insbesondere bei den Haus-, Fach- und Betriebsärzten.

Petra Köpping | sächsische Sozialministerin

 Das Konzept für die Zeit ab Oktober werde man in Kürze vorstellen, so Köpping.

Zweitimpftermine trotz Schließung

Bis zum jeweiligen Schließtag werden nach Angaben des Ministeriums in allen Impfzentren Erst- und Zweitimpfungen angeboten. Aus technischen Gründen erhalten Nutzer bei der Terminbuchung auch weiterhin automatisch einen Zweitimpftermin. Diese können in den Zeitraum fallen, in dem das jeweilige Impfzentrum bereits geschlossen ist. Wer davon betroffen ist, erhält bei der Erstimpfung ein Informationsblatt mit Hinweisen zur Zweitimpfung und muss sich dann bei einem Haus-, Fach- oder Betriebsarzt melden.

Konzept für mobile Impfteams wird erarbeitet

Auswirkungen hat das Ende der Impfzentren auch auf die 30 mobilen Impfteams, da diese zu den Zentren gehören. Für ihre Zukunft erarbeitet das Ministerium ebenfalls ein Konzept. Obwohl der Großteil der Impfungen demnächst von Arztpraxen, Betriebsärzten sowie Krankenhäusern übernommen werden soll, beabsichtige man auch in Zukunft, mobile Teams einzusetzen, teilte das Sozialministerium mit.

Bei den Auffrischungsimpfungen für Patientinnen und Patienten im hohen Alter sowie diejenigen, die immungeschwächt sind, wird das jedoch nicht der Fall sein. Dafür seien gemäß des Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz die Hausärzte erste Anlaufstelle, hieß es.

Anfang der Woche hatte das Sozialministerium noch auf Familientage in den Impfzentren sowie spezielle Angebote für Familien durch mobile Impfteams aufmerksam gemacht. Dabei geht es vor allem darum, Kinder ab 12 Jahren zu impfen. Auch für diese Aktionen wäre dann nicht mehr viel Zeit. Das Ministerium verweist auf Anfrage von MDR SACHSEN darauf, dass es auch ab Oktober eine Vielzahl von Möglichkeiten geben wird, sich impfen zu lassen. Dies gelte auch für Kinder. Die können sich den Angaben zufolge zusätzlich zu den Arztpraxen ebenfalls an die Krankenhäuser wenden.

So lange haben Sachsens Impfzentren noch geöffnet
Impfzentrumletzter Impftag
Riesa12. September
Kamenz15. September
Zwickau18. September
Löbau21. September
Dresden24. September
Belgern27. September
Chemnitz30. September
Treuen/Eich30. September
Annaberg30. September
Borna30. September
Leipzig30. September
Mittweida30. September
Pirna30. September

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Quelle: MDR/sth

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 20. August 2021 | 16:00 Uhr