Corona Impfzentren in Riesa und Kamenz schließen

In den sächsischen Impfzentren geht in den nächsten Wochen Stück für Stück das Licht aus. Sachsens Landesregierung hatte im Juni beschlossen, dass Ende September mit den Zentren Schluss ist. Weil die Impfquote aber immer noch sehr niedrig ist, sollen unter anderem die mobilen Impfteams den Wegfall der Impfzentren kompensieren.

Blick auf die Impfkabinen im Impfzentrum in der Sachsen Arena.
Im Riesaer Impfzentrum in der Sachsenarena wird am Sonntag zum letzten Mal geimpft. Bildrechte: dpa

Sie waren das Rückgrat der sächsischen Impfkampagne: die Impfzentren. Nun schließen alle 13 Einrichtungen bis Ende September. Den Anfang machen Riesa und Kamenz. Dort wird am Sonntag beziehungsweise am Mittwoch das letzte Mal gegen Corona geimpft. Wer sich noch impfen lassen möchte, kann auch ohne Termin spontan vorbeikommen.

Am längsten sind die Impfzentren in Chemnitz, Treuen, Annaberg-Buchholz, Borna, Leipzig, Mittweida und Pirna geöffnet. Sie verabreichen am 30. September die letzten Corona-Schutzimpfungen. Das sächsische Regierungskabinett hatte im Juni das Aus für die Impfzentren beschlossen. Allerdings war es den Angaben zufolge nicht möglich, ein einheitliches End-Datum festzulegen. Grund sei, dass die Räumlichkeiten unterschiedlich lange zur Verfügung stünden, hieß es.

Folgetermin beim Haus-, Fach- oder Betriebsarzt

Bis zum jeweiligen Schließtag werden nach Angaben des Sozialministeriums in allen Impfzentren Erst- und Zweitimpfungen angeboten. Aus technischen Gründen haben Nutzer bei der Terminbuchung automatisch einen Zweitimpftermin bekommen. Fällt dieser in den Zeitraum, wo das jeweilige Impfzentrum schon geschlossen ist, bekommen Besucherinnen und Besucher bei der Erstimpfung ein Informationsblatt mit Hinweisen zur Zweitimpfung. Die Betroffenen müssen sich dann bei einem Haus-, Fach- oder Betriebsarzt melden. In jedem Fall muss die impfwillige Person sich eigenständig um einen Termin bemühen. Auch in den Krankenhäusern sollen verstärkt Corona-Schutzimpfungen angeboten werden.

Darüber hinaus werden weiterhin die 30 mobilen Impfteams des DRK unterwegs sein. Sie sind noch bis Ende des Jahres im Einsatz und beginnen unter anderem ab 13. September mit den Impfungen in Schulen. Außerdem besuchen sie Pflegeheime, um den Senioren eine Auffrischungsimpfung zu verabreichen.

Niedrige Impfquote in Sachsen

Sachsen ist in Deutschland immer noch Schlusslicht bei der Quote der vollständig Geimpften. Laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Freitag liegt die Quote bei 52,9 Prozent. Auch bei den mindestens einmal Geimpften (56,2 Prozent) steht Sachsen in der Rangliste ganz unten.

Letzter Impftag in den Impfzentren:

  • Riesa: 12. September
  • Kamenz: 15. September
  • Zwickau: 18. September
  • Löbau: 21. September
  • Dresden: 24. September
  • Belgern: 27. September
  • Chemnitz: 30. September
  • Treuen/Eich: 30. September
  • Annaberg: 30. September
  • Borna: 30. September
  • Leipzig: 30. September
  • Mittweida: 30. September
  • Pirna: 30. September

Aktionswoche soll auf Imfangebote aufmerksam machen

Damit sich mehr Menschen impfen lassen als bisher, wird vom 13. bis 19. September die Aktionswoche "Hier wird geimpft" veranstaltet. Sie möchte auf lokale und regionale Impfangebote aufmerksam machen. Impfaktionen gibt es unter anderem im Neuen Rathaus in Dresden (14. bis 19.9.), im Tierpark Delitzsch (13.9.), beim Frohburger Dreieckrennen (19.9.) und im Lausitzcenter Hoyerswerda (18.9.). Zu den Unterstützern der Kampagne zählen der Verband der Ersatzkassen in Sachsen und die Caritas im Bistum Dresden-Meißen.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 12. September 2021 | 19:00 Uhr

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