Aktuelle Corona-Zahlen Panne bei Datenübertragung in Sachsen - nicht alle Zahlen an RKI gemeldet

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Sachsen liegt bei 1.082,1. Das Robert-Koch-Institut meldete 949 Neuinfektionen und zwölf weitere Todesfälle. Gut 2.700 Menschen müssen mit Covid-19 in Kliniken behandelt werden. Die Zahlen sind allerdings wegen einer Panne bei der Datenübertragung an das RKI unvollständig und daher wenig aussagekräftig.

Blick auf die Stadt Meißen vom Burgberg.
Blick auf Meißen: Im Landkreis sorgt die angespannte Corona-Lage für düstere Stimmung. Der Landkreis Meißen meldet die bundesweit höchste Wocheninzidenz bei den Neuinfektionen. Bildrechte: IMAGO / Andreas Weihs

Die Sieben-Tage-Inzidenz kann in Sachsen am Dienstag nicht vollständig abgebildet werden. Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) 949 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Doch die Zahlen sind unvollständig, wie das Sozialministerium Sachsen auf MDR-Anfrage mitteilte. Beim Datenexport der Landesuntersuchungsanstalt an das RKI habe es technische Probleme gegeben. Nach derzeitigem Stand hänge das mit einer Lastumschaltung des Staatsbetriebs Sächsische Informatik-Dienste in Vorbereitung auf Wartungsarbeiten im Netzwerkbereich zusammen. Die Daten seien am Morgen per E-Mail nachträglich an das RKI gesendet worden.

Zwölf weitere Menschen sind den unvollständigen Angaben zufolge im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz des Freistaats ist mit einem Wert von 1082,1 leicht gesunken. Am Vortag betrug der Wert 1.234,4. Dennoch bleibt Sachsen das Bundesland mit der deutschlandweit höchsten Inzidenz. Bundesweit liegt der Wert laut RKI bei 432. Zu beachten ist, dass viele Gesundheitsämter wegen Überlastung nicht mehr alle Zahlen aktuell melden können.

Landkreis Meißen mit bundesweit höchster Inzidenz

Der Landkreis Meißen hat mit 2.380,9 am Dienstagmorgen die bundesweit höchste Inzidenz.

Unter der 1.000er-Marke liegen im Freistaat aktuell die Städte Dresden (798,4) und Leipzig (627,5) sowie die Landkreise Zwickau (743,2), Görlitz (879,2) und Nordsachsen (938,5). Für Landkreise und Städte, die über der 1.000er-Inzidenz liegen, gilt die sogenannte Hotspot-Regelung der Corona-Notfallverordnung mit Ausgangsbeschränkungen. Leipzig war davon als einzige Region in Sachsen bisher nicht betroffen. Weil die Inzidenzen im Landkreis Zwickau seit dem 2. Dezember unterhalb der 1.000er-Marke liegen, sind die verschärften Regelungen zum 5. Dezember zurückgenommen worden. In Dresden tritt die Hotspot-Regelung ab Dienstag außer Kraft.

2.700 Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Mehr als 2.700 Menschen müssen in Sachsen aktuell wegen einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken behandelt werden. Das geht aus den vom sächsischen Sozialministerium veröffentlichten Daten hervor. Die Sieben-Tage-Hospitalisierung liegt demnach bei 7,59.

Laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) liegen 597 Menschen auf Intensivstationen. Nach Divi-Angaben sind 288 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie invasiv beatmet werden müssen. (Stand: 6.12.21)

Weitere Informationen zum aktuellen Tagesgeschehen rund um die Corona-Pandemie in Sachsen gibt es auch im Ticker von MDR SACHSEN.

Quelle: MDR (lam)(kb)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 07. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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