Aktuelle Corona-Zahlen RKI korrigiert Zahlen: Inzidenz in Sachsen bleibt über 1.000er-Wert

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Sachsen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Donnerstag bei 1.104,5. Im Freistaat werden 2.667 Covid-Patienten in Kliniken behandelt, 569 auf Intensivstationen. Erneut gibt es Zweifel an der Höhe des Zahlenwerts, mit dem die Inzidenz am Donnerstag angegeben wird.

Einh Mann in Schutzkleidung nimmt von einem Patienten einen Abstrich
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Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen bei den Corona-Neuinfektionen gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagvormittag mit 1.104,5 an. Das ist eine leichte Verringerung im Vergleich zum Vortag (1.125). Ob die Zahlen die tatsächliche Lage im Freistaat abbilden, bleibt weiter unklar. Einige Gesundheitsämter sind wegen Überlastung im Rückstand bei Meldungen. Am Morgen hatte das RKI zunächst niedrigere Zahlen veröffentlicht und diese später korrigiert.

Im Vergleich zum Vortag meldet das RKI am Donnerstag für den Freistaat weitere 77 Todesfälle und 9.714 Neuinfektionen.

Landkreis Meißen weiter mit bundesweit höchster Inzidenz

Sachsen bleibt bei der Wocheninzidenz im Bundesvergleich auf Platz eins. Der Landkreis Meißen meldet bundesweit mit 2.750,3 weiterhin den höchsten Inzidenzwert. Dieser Wert ist im Vortagesvergleich (2.897,6) etwas gesunken.

Über der 1.000er-Marke liegen im Freistaat aktuell neben dem Landkreis Meißen, der Vogtlandkreis, der Erzgebirgskreis, der Landkreis Mittelsachsen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und der Landkreis Bautzen. Für Landkreise und Städte, die über der 1.000er-Inzidenz liegen, gilt die sogenannte Hotspot-Regelung der Corona-Notfallverordnung mit Ausgangsbeschränkungen.

Landesuntersuchungsanstalt veröffentlicht höhere Werte

Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums ist die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen ist sogar noch höher, als vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Es führte als Grund an, dass die Gesundheitsämter im Freistaat aufgrund der extrem hohen Fallzahlen zuletzt bei der Übermittlung in Rückstand geraten seien. Mittlerweile seien die meisten Ämter aber wieder in der Lage, neue Infektionsfälle tagesaktuell zu melden. Damit würden sich die Inzidenzen wieder den tatsächlichen Gegebenheiten annähern.

Noch kommt allerdings die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (LUA), auch aufgrund kürzerer Meldewege, auf höhere Werte als das RKI. Das meldete beispielsweise gestern für Sachsen eine Wocheninzidenz von 1.125, die LUA dagegen einen Wert von 1.276. Auch in den einzelnen Kreisen weichen die Zahlen voneinander ab. Unabhängig davon geht das sächsische Sozialministerium von einer Dunkelziffer unentdeckter Corona-Ansteckungen aus, so dass die tatsächliche Inzidenz über beiden Angaben liegen dürfte.

2.667 Corona-Patienten in den Krankenhäusern

Ingesamt 2.667 Menschen müssen in Sachsen aktuell wegen einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken behandelt werden. Das geht aus den vom sächsischen Sozialministerium veröffentlichten Daten hervor. Die Sieben-Tage-Hospitalisierung liegt demnach bei 9,56. (Stand: 8.12.2021).

Laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) liegen 569 Menschen auf Intensivstationen. Nach Divi-Angaben sind 304 von ihnen so schwer erkrankt, dass sie invasiv beatmet werden müssen. (Stand: 9.12.2021)

Weitere Informationen zum aktuellen Tagesgeschehen rund um die Corona-Pandemie in Sachsen gibt es auch im Ticker von MDR SACHSEN.

Hinweis: Das RKI hatte am Donnerstagmorgen zunächst andere, niedrigere Zahlen gemeldet. Diese hatten wir in diesem Artikel veröffentlicht. Inzwischen hat das RKI korrigierte Zahlen veröffentlicht, der Artikel wurde entsprechend angepasst. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Quelle: MDR (lam/stt)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 09. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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