Corona-Zahlen Landkreis Görlitz bei Inzidenz unter dem 100er-Wert

Der Trend hält an: Das Robert-Koch-Institut meldet für Sachsen auch am Donnerstag weiter sinkende Corona-Zahlen und gibt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell mit 192,8 an. Der Landkreis Görlitz liegt inzwischen unter dem 100er-Wert. In Karlsruhe steht unterdessen eine Entscheidung zur Impfpflicht im Gesundheitswesen an.

Auf einem Tisch liegen die Testergebnisse von den Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 einer ganzen Familie.
Die Zahl nachgewiesener Corona-Infektionen in Sachsen geht weiter zurück. Bildrechte: IMAGO/Fotostand

Neuinfektionen gehen zurück

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt für Sachsen am Donnerstagmorgen eine Corona-Wocheninzidenz von 192,8 an. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 209. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden von den kommunalen Gesundheitsämtern im Freistaat 1.647 Neuinfektionen gemeldet. Zwölf weitere Menschen sind an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie in Sachsen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, auf 15.474.

Die höchste Inzidenz weist weiterhin die Stadt Leipzig mit 269,1 aus. Den niedrigsten Wert meldet das RKI für den Landkreis Görlitz mit 84,2. Die Inzidenz für Dresden wird mit 238,4 und für Chemnitz mit 213,6 angegeben. Bundesweit liegt die Inzidenz laut RKI bei 383,2.

462 Corona-Patienten in Kliniken

Auf Intensivstationen in Sachsen werden mit Stand Donnerstag 67 Patienten und Patientinnen mit Covid-19-Nachweis behandelt. Von ihnen müssen laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 20 invasiv beatmet werden. 395 Menschen mit Covid-19 wurden - Stand Mittwoch - laut sächsischem Sozialministerium auf Normalstationen behandelt.

Bundesverfassungsgericht bestätigt Impfpflicht in der Pflege

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat am Donnerstagvormittag die Beschwerde gegen die Corona-Impfpflicht für Beschäftigte in Pflege und Medizinberufen zurückgewiesen. Der Schutz sogenannter vulnerabler Gruppen wiege verfassungsrechtlich schwerer als die Beeinträchtigung der Grundrechte für Mitarbeitende im Pflege- und Gesundheitsbereich, begründete das Gericht seine Entscheidung. Wer sich in betroffenen Berufen nicht impfen lässt, muss vom Arbeitgeber dem kommunalen Gesundheitsamt gemeldet werden. Diese Behörde kann Betretungs- und Beschäftigungsverbote verhängen.

G7-Gesundheitsminister beraten zu künftigen Pandemien

Auch in Berlin geht es am heutigen Donnerstag wieder um Corona: Die Gesundheitsminister der G7-Gruppe wichtiger Industriestaaten beraten über die Bekämpfung künftiger Pandemien. Zum Abschluss ihres Treffens wollen die Minister am Freitag einen globalen Pandemiepakt beschließen, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ankündigte. Ziel sei es, bei künftigen Pandemien weltweit schneller zu reagieren - durch eine Überwachung von Ausbrüchen, ein rascheres Eingreifen und eine schnellere Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen. 

Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat einen globalen Pandemiepakt angekündigt. Bildrechte: dpa

MDR (lam)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 19. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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