Corona-Zahlen Inzidenz in Sachsen bei 181, der Handschlag kommt wieder

Der Trend hält an: Das Robert-Koch-Institut meldet für Sachsen am Freitag weiter sinkende Corona-Zahlen und gibt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell mit 181,5 an. Der Landkreis Görlitz liegt inzwischen unter dem 100er-Wert. Menschen geben sich wieder die Hand.

Handschlag
Der klassische Händeschlag wird als angemessener empfunden als eine Begrüßung per Ellenbogen oder Faust. Bildrechte: IMAGO / PhotoAlto

Zahl der Neuinfektionen sinkt stetig

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt für Sachsen am Freitagmorgen eine Corona-Wocheninzidenz von 181,5 an. Am Vortag lag der Inzidenzwert bei 192,8. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden von den kommunalen Gesundheitsämtern im Freistaat 1.155 Neuinfektionen gemeldet. Sechs weitere Menschen sind an oder im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung gestorben.

Die höchste Inzidenz weist weiterhin die Stadt Leipzig mit 254,1 aus. Den niedrigsten Wert meldet das RKI für den Landkreis Görlitz mit 85. Die Inzidenz für Dresden wird mit 233,9 und für Chemnitz mit 184,5 angegeben. Bundesweit liegt die Inzidenz laut RKI bei 361,8. Maske zu tragen, wird an Orten mit vielen Menschen weiterhin empfohlen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Folgende Maßnahmen empfehlen wir weiterhin: Mund-Nasen-Schutz tragen - 1,5 Meter Abstand halten" hängt am Eingang eines Geschäfts.
Die Coronainfektionszahlen gehen zurück. Maske zu tragen, wird an Orten mit vielen Menschen weiterhin empfohlen. Bildrechte: dpa

412 Corona-Patienten in Kliniken

Auf den Intensivstationen in Sachsen werden mit Stand Freitag 59 Patienten und Patientinnen mit Covid-19-Nachweis behandelt. Von ihnen müssen laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) 18 invasiv beatmet werden. 353 Menschen mit Covid-19 wurden - Stand Donnerstag - laut sächsischem Sozialministerium auf Normalstationen behandelt.

Handschlag kommt wieder, Ellenbogencheck nur Kompromiss

Entgegen vieler Prognosen hat das Ritual Handschlag die Pandemie überlebt und kommt vielerorts schon wieder eifrig zum Einsatz. Eine so lange kulturelle Tradition, die ändere sich nicht mal eben in zwei Jahren Pandemie, sagt Martin Grunwald, Psychologe und Leiter des Haptik-Forschungslabors an der Uni Leipzig. "Erst über sogenannte Vollkontaktinformationen versichern wir uns, dass der andere wirklich existiert, wirklich da ist."

Dr. Martin Grunwald
Begrüßungen per Faust oder Ellenbogen können das klassische Händereichen nicht ersetzen, so Martin Grunwald von der Uni Leipzig. Bildrechte: MDR/Margarete H. Cane

Der Mensch sei auf Körperkontakt zu anderen angewiesen - trotzdem könnten Begrüßungen per Faust oder Ellenbogen das klassische Händereichen nicht ersetzen. "Das ist ein ganz anderes Körpergefühl, nichts Warmes, nichts Weiches. Sehr hart, knochig", sagt Grunwald. Beides sei nur ein Kompromiss.

Bundesregierung macht 140 Milliarden Euro neue Schulden

Die Bundesregierung will in diesem Jahr knapp 140 Milliarden Euro neue Schulden aufnehmen. Das haben die abschließenden Beratungen des Haushaltsausschusses am frühen Freitagmorgen ergeben. Begründet werden die Schulden mit der Corona-Pandemie und dem russischen Krieg in der Ukraine.

Viel Geld fließt weiterhin in Hilfsprogramme für Unternehmen, aber auch in Entlastungen und Steuersenkungen für die Bürger. Damit sollen unter anderem der Anstieg der Energiepreise und die hohe Inflationsrate abgefedert werden. Der Bundeshaushalt für 2022 sieht nun Ausgaben von insgesamt rund 496 Milliarden Euro vor. Der Bundestag will den Haushaltsentwurf in der Woche vom 30. Mai bis 3. Juni verabschieden.

MDR (ma)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 20. Mai 2022 | 19:00 Uhr

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