Corona-Zahlen Klinikum Chemnitz schränkt Zahl der Operationen weiter ein

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts am Sonntag bei 2.067,2 auf 100.000 Einwohnern. Damit ist sie nur leicht zurückgegangen. Vor einer Woche lag der Wert bei 2.232,9. Leipzig weist derzeit das höchste Infektionsgeschehen auf. 190 Menschen mit einer Covid-19 Erkrankung müssen aktuell in Sachsen auf der Intensivstativstation behandelt werden.

Blick auf den Haupteingang des Klinikums Chemnitz.
Aufgrund des hohen Infektionsgeschehens fallen immer mehr Mitarbeitende am Klinikum Chemnitz aus. Dadurch müssen die Zahl der Oprationen zurückgefahren werden. Bildrechte: dpa

Der Corona-Wocheninzidenz-Wert in Sachsen bleibt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Sonntag hoch. Das RKI gibt den Wert mit 2.067,2 an. Am Sonnabend hatte er noch bei 2.104,9 gelegen. Binnen eines Tages wurden 8.022 Neuinfektionen in Sachsen gemeldet. Acht weitere Menschen starben laut RKI an oder im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in Sachsen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI aktuell mit 1723,8 an. Deutschlandweit gab es den RKI-Angaben zufolge rund 111.224 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden und 49 Todesfälle.

Leipzig mit höchster Wocheninzidenz Sachsens

Das stärkste Infektionsgeschehen innerhalb des Freistaats weist das RKI derzeit für die Stadt Leipzig und den Vogtlandkreis aus. In Leipzig liegt der Wocheninzidenz-Wert bei 2.529,9 und im Vogtlandkreis bei 2.439. Die wenigsten Neuinfektionen wurden zuletzt im Landkreis Görlitz gemeldet, der dortige Inzidenzwert beträgt 1.589,7.

1.678 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern

In den Krankenhäusern in Sachsen wurden laut Sozialministerium am gestrigen Sonnabend 1.492 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung auf Normalstationen behandelt. Intensivmedizinisch müssen 190 Covid-19-Patienten und -Patientinnen behandelt werden. Für die Intensivstationen liegt der kritische Belastungswert nach Ministeriumsangaben bei 420 mit Covid-19-Kranken belegten Betten.

Laut Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) müssen - Stand Sonntagmorgen - 51 Menschen auf Sachsens Intensivstationen invasiv beatmet werden. Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsrate gibt das Sozialministerium mit 8,68 an.

Lage am Chemnitzer Klinikum verschärft sich

Derzeit fallen viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Klinikum Chemnitz wegen Corona-Infektionen aus oder müssen als Kontaktperson in Quarantäne. Die Lage am Klinikum Chemnitz sei kritisch, sagte der Leiter des Instituts für Infektions- und Tropenmedizin, Thomas Grünewald. Um auf diese Entwicklungen zu reagieren, hat das Klinikum wieder die Zahl der Operationen zurückgefahren - auf etwa 50 Prozent. Zudem wurden Mitarbeiter gebeten, Urlaube zu unterbrechen und bei Engpässen einzuspringen.

Andererseits steige die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten deutlich - binnen einer Woche von 114 auf 142 auf Normalstationen. In den kommenden zwei bis drei Wochen sei mit weiter steigenden Zahlen zu rechnen, erklärte Grünewald. Auf den Intensivstationen sei die Lage aber weniger kritisch als bei vorangegangenen Corona-Wellen. Auch das Uniklinikum Leipzig hat angekündigt, dass der Betrieb wegen eines hohen Krankenstands zurückgefahren werden müsse.

MDR (al)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 27. März 2022 | 19:00 Uhr

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