Corona-Zahlen Inzidenz in Sachsen auf 129 gestiegen - 119 Patienten auf Intensivstationen

Ein Arzt untersucht einen Patienten auf einer Covid 19 Intensivstation
119 Covid-Patienten werden in Sachsens Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Donnerstag bei 128,9 und ist damit im Vergleich zum Vortag (116,5) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Sachsen liegt damit weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 85,6.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 1.460 neue Corona-Infektionen festgestellt. Vier Menschen mit Covid-19 sind gestorben. In Mittelsachsen ist die Infektionsrate mit 206,7 weiter am höchsten, gefolgt vom Erzgebirgskreis mit 199,1. Bei einem Wert von mehr als einhundert liegen außerdem die Wocheninzidenzen in den Landkreisen Zwickau (175,9), Görlitz (148,1), Leipzig (125,8), Meißen (133,5) und Nordsachsen (106,9). In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 75, in Dresden 160,5 und in Chemnitz 106.

299 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 299 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 21.10.2021, 13:30 Uhr). 119 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 48 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 21.10.2021, 08:15 Uhr).

Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung" beträgt 2,42. Sie liegt damit deutlich unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg. Ein Überblick über die Regelungen in Sachsen finden Sie hier.

Zudem gilt seit heute eine neue Corona-Schutzverordnung.

Quelle: MDR/kh/ms

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 21. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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