Corona-Zahlen Weitere Neuinfektionen in Sachsen - 62 Menschen müssen beatmet werden

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Dienstag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) knapp 192 und damit etwas weniger als am Vortag. Es gibt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz weiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Patient wird künstlich beatmet: Blick auf liegenden Patienten, seitlich links oben. Patient ist an einen Schlauch sowie kleinere Schläuche oder Kabel angeschlossen.
62 Erkrankte mit Covid-19 müssen in Sachsen beatmet werden. Bildrechte: imago/Jochen Tack

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Dienstag bei 191,7 und ist damit im Vergleich zum Vortag (196,8) leicht gesunken. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 113,0. Nur Thüringen (235,7) hat eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

1.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 1.803 neue Corona-Infektionen festgestellt. Es gibt drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Knapp 700 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 528 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern auf Normalstationen liegen (Stand 26.10.2021, 12:00 Uhr). 149 Patientinnen und Patienten müssen auf Intensivstationen behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 62 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 26.10.2021, 15:15 Uhr).

Die Sieben-Tage-Inzidenz Hospitalisierung beträgt 3,65. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 26. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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