Corona-Zahlen Wocheninzidenz in Sachsen klettert über 500er-Marke

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen ist laut RKI im Vergleich zum Vortag stark gestiegen und liegt nun über 500. Binnen eines Tages wurden mehr als 6.350 neue Fälle gemeldet. Am höchsten bleibt die Inzidenz in den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen. Die Stadt Leipzig weist den niedrigsten Wert aus, liegt inzwischen aber auch über 300.

Drei Menschen in Schutzkleidung
Immer mehr Menschen in Sachsen werden positiv auf Corona getestet. Bildrechte: imago images/Pixsell

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Sachsen gibt das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen mit 521,9 an. Am Vortag betrug der Wert knapp 460. Sachsen bleibt das Bundesland mit der höchsten Inzidenz in Deutschland. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist ebenfalls weiter gestiegen. Wie das RKI mitteilte, erhöhte sich der Wert auf gut 249, nachdem gestern der Wert mit 232 gemeldet worden war.

Landkreis Meißen nun auch über der 800er-Inzidenz

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen mehr als 6.354 neue Corona-Infektionen festgestellt. Dieser Wert enthält unter Umständen auch Nachmeldungen aus den Vortagen. Das RKI berichtet von 50 neuen Todesfällen, die im Zusammenhang mit Corona stehen. Mehr werden mit 71 nur aus Bayern gemeldet. Allerdings leben in Bayern rund 13 Millionen Menschen, Sachsen hat gut vier Millionen Einwohner.

Die höchsten Infektionsraten in Sachsen weisen die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (886) und Meißen (859) auf. Unter dem 300er-Wert bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Sachsen keine Region mehr. Die niedrigste Inzidenz wird aus Leipzig mit 316 je 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen gemeldet.

Immer mehr Patienten müssen ins Krankenhaus

Die Zahl der Menschen, die mit einer Covid-19-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden müssen, ist weiter gestiegen. Wie das sächsische Sozialministerium informiert, befinden sich 1.189 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf Normalstationen in den Krankenhäusern (Stand:10.11.2021, 11:30 Uhr).

Weitere 288 Patientinnen und Patienten sind so schwer erkrankt, dass sie auf Intensivstationen behandelt werden. Laut Divi-Intensivregister ist die Zahl bis Mittwochmorgen auf 291 gestiegen, 142 von ihnen müssen invasiv beatmet werden (Stand: 11.11.2021, 05:55 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen im Freistaat liegt bei 6,41. Es gilt weiterhin die sogenannte Vorwarnstufe.

Vorwarnstufe erreicht - aktuell gültige Regeln

In Sachsen ist aufgrund der Bettenbelegung mit Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern die Vorwarnstufe am vergangenen Freitag in Kraft getreten. Der Belastungswert von 650 belegten Betten auf den Normalstationen war nach Ministeriumsangaben am 3. November am fünften Tag in Folge überschritten worden.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Anders als bei den Inzidenzwerten gilt bei der Bettenbelegung die 3+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

In Sachsen gilt seit dem 8. November eine neue Corona-Schutzverordnung. Darin hat die Landesregierung die Corona-Regeln verschärft. Unter anderem gilt damit eine 2G-Regelung. Sie sieht in der Innengastronomie, bei Veranstaltungen, in Freizeit- und Kultureinrichtungen, Clubs und Bars einen Zugang nur für Geimpfte und Genesene vor. Für Weihnachtsmärkte gilt eine gestaffelte Regelung. Nicht betroffen sind der Einzelhandel und Gottesdienste.

Bestehende Ausnahmeregelungen für Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können, gelten fort. Sie brauchen aber einen Test. An Arbeitgeber wird appelliert, den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. November 2021 | 19:00 Uhr

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