Corona-Zahlen Weiter viele Neuinfektionen in Sachsen - Hospitalisierungsrate bei 4

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Montag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 196,8. Sie ist im Vergleich zum Vortag (178) angestiegen. Es gibt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 110,1.

Wiebke Bunzenthal, Gesundheits- und Krankenpflegerin, steht mit einer Infusion auf der Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden hinter einer Glastür.
Mehr als 500 Männer und Frauen mit einer Corona-Infektion liegen in Sachsens Krankenhäusern. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Montag bei 196,8 und ist damit im Vergleich zum Vortag (178,0) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 110,1. Nur Thüringen (224,3) hat eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

927 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 927 neue Corona-Infektionen festgestellt. Es gibt einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19. Im Erzgebirgskreis ist die Infektionsrate mit 297,1 weiter am höchsten, gefolgt vom Landkreis Bautzen mit 259,7. In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 90,4, in Dresden 227,2 und in Chemnitz 166,9. Mit Ausnahme des Vogtlandkreises und der Stadt Leipzig liegen alle kreisfreien Städte und Landkreise in Sachsen oberhalb eines Inzidenzwertes von 100.

515 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 515 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 24.10.2021, 12:00 Uhr). 124 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 59 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 25.10.2021, 05:15 Uhr).

Die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung beträgt 3,99. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 25. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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