Corona-Zahlen Wocheninzidenz in Sachsen auf 291,6 gestiegen

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Montag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 291,6 auf 100.000 Einwohner. Damit ist sie im Vergleich zum Vortag (276,8) erneut angestiegen. Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 453,2.

3G's nachweisen steht auf einer Tafel an einer Bar in der Dresdner Neustadt
Eine Bar in Dresden weist auf die geltenden Hygieneregeln hin. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Montag bei 291,6 und ist damit im Vergleich zum Vortag (276,8) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 154,8. Sachsen hat nach Thüringen (307,1) bundesweit die zweithöchste Wocheninzidenz.

Höchste Inzidenz im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 1.012 neue Corona-Infektionen festgestellt. Bei den Infektionsraten in den Landkreisen folgen auf den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (453,2) der Landkreis Meißen (397,3,2), der Landkreis Görlitz (376,8) und der Landkreis Mittelsachsen (353,3). Die niedrigste Ansteckungsrate hat das Vogtland mit einem Wert von 156,3. Aus den Großstädten wurden Inzidenzen von 319,8 in Dresden, 239 in Chemnitz und 140,8 in Leipzig gemeldet.

Knapp 880 Covid-Patienten im Krankenhaus

Wie das sächsische Sozialministerium informiert, befinden sich 699 Menschen mit Covid-19 auf Normalstationen in den Krankenhäusern (Stand 31.10.2021, 12 Uhr). Zusätzlich müssen laut DIVI-Intensivregister 184 Patientinnen und Patienten auf Intensivstationen behandelt werden (Stand 01.11.2021, 7:25 Uhr), das Sozialministerium meldete dagegen 179 intensivmedizinisch behandelte Patienten (Stand 31.10.2021, 12:00 Uhr). Damit ist einer der Grenzwerte für die Vorwarnstufe den vierten Tag in Folge überschritten. Laut DIVI-Intensivregister werden 88 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 01.11.2021, 7:25 Uhr).

Vorwarnstufe voraussichtlich ab dieser Woche

Innerhalb von zwei Wochen hat sich damit laut Sachsens Sozialministerium die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen verdoppelt und auf den Normalstationen verdreifacht. Angesichts dieser Entwicklung sei davon auszugehen, dass die Vorwarnstufe gemäß der aktuellen Corona-Schutzverordnung in dieser Woche erreicht werde, hieß es.

Auswirkung der Vorwarnstufe:

  • im privaten Bereich: Zusammenkünfte mit maximal zehn Personen aus verschiedenen Hausständen (Kinder unter 14 Jahren sowie Geimpfte und Genesene zählen nicht mit)
  • im öffentlichen Bereich (z.B. Demonstrationen): nur ortsfest, maximal 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer (Geimpfte oder genesene Personen zählen mit)
  • Schule: Maskenpflicht im Unterricht

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 01. November 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Fakt vor 28 Wochen

@Rain Man:

In anderen Bundesländern ist auch Herbst, auch Erkältungszeit. Trotzdem sind die Zahlen dort erheblich niedriger. Zudem kenne ich niemanden, der mit einer "Erkältung" ins Krankenhaus geht.
Wollen Sie die Leute eigentlich komplett für dumm verkaufen?

Janes vor 28 Wochen

@Rain Man: Ich glaube ihnen kann man wirklich alles erzählen. Wirklich. Alles.
Aber um kompletten geschwurbelten Mist nicht unkommentiert zu lassen: Kein Mensch auf der ganzen Welt kommt mit einer Erkältung auf die ITS. Seit Jahrhunderten ist das schon so.


Janes vor 28 Wochen

Wasn das für ne Logik @ Rain Man?! Leute, die infiziert sind aber nicht getest werden, sind wohl nicht infiziert, oder was!

Ich frage mich, wie lange sich die Leute diese Querdenkerschwachsinn noch anhören.

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