Corona-Zahlen Wocheninzidenz in Sachsen übersteigt die 100

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Freitag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 105,2 auf 100.000 Einwohner. Sie ist im Vergleich zum Vortag (98,9) angestiegen. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz über dem Bundesdurchschnitt von 70,8.

Eine Mitarbeiterin des Landkreises Harz untersucht im Testzentrum in der Anne-Frank Grundschule in Halberstadt einen Corona Schnelltest.
In Sachsen wurden binnen 24 Stunden 861 neue Corona-Infektionen festgestellt. Bildrechte: dpa

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Sonnabend bei 105,2 und ist damit im Vergleich zum Vortag (98,9) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 70,8. Nur Thüringen (129,1) hat eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Bayern weist mit 105,2 genau den gleichen Wert wie Sachsen aus.

Sieben Menschen mit Covid-19 gestorben

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 861 neue Corona-Infektionen festgestellt. Sieben Menschen mit Covid-19 sind gestorben. In Mittelsachsen ist die Infektionsrate mit 183,4 weiter am höchsten, gefolgt vom Erzgebirgskreis mit 170,5. Bei einem Wert von mehr als einhundert liegen außerdem die Wocheninzidenzen in den Landkreisen Zwickau (128,2), Bautzen (124,2), Leipzig (116,5) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (104,6). In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 61,6, in Dresden 95,5 und in Chemnitz 97,8.

308 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 308 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 15.10.2021, 12:00 Uhr). 96 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 38 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 16.10.2021, 09:15 Uhr).

Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung" beträgt 3,4. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg. Ein Überblick über die Regelungen in Sachsen finden Sie hier.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 16. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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