Corona-Zahlen Wocheninzidenz in Sachsen jetzt bei 621

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen ist laut RKI im Vergleich zum Vortag erneut deutlich gestiegen. Sie liegt nun bei 621. Binnen eines Tages wurden mehr als 5.491 neue Fälle gemeldet. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat mit einer Inzidenz von 1.146 nicht nur die höchste Inzidenz in Sachsen, sondern in ganz Deutschland.

An einem Stempelhalter haengt ein Stempel mit dem Schriftzug vierte Welle.
Die vierte Corona-Welle hat Sachsen mit voller Wucht getroffen. Bildrechte: dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in Sachsen gibt das Robert-Koch-Institut am Sonnabend mit 621 an. Am Vortag betrug der Wert rund 569. Sachsen bleibt das Bundesland mit der höchsten Inzidenz in Deutschland. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist ebenfalls weiter gestiegen. Wie das RKI mitteilte, erhöhte sie sich auf gut 277, nachdem der Wert gestern mit 264 gemeldet worden war.

Sächsische Schweiz jetzt mit höchster Inzidenz in Deutschland

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen mehr als 5.491 neue Corona-Infektionen festgestellt. Dieser Wert enthält unter Umständen auch Nachmeldungen aus den Vortagen. Das RKI berichtet von 34 neuen Todesfällen, die im Zusammenhang mit Corona stehen.

Die höchste Infektionsrate in Sachsen weist der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1.146) auf. Er ist damit der Landkreis mit der höchsten Inzidenz in Deutschland.

Innerhalb Sachsens gibt es in den Landkreisen Meißen (951) und Bautzen (926) ähnlich hohe Inzidenzraten. Die niedrigste Inzidenz wird nach wie vor aus Leipzig mit 372 je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet.

1.508 Patienten im Krankenhaus

Die Zahl der Menschen, die mit einer Covid-19-Erkrankung in einer Klinik behandelt werden müssen, ist weiter gestiegen. Wie das sächsische Sozialministerium informierte, befinden sich 1.217 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf Normalstationen in den Krankenhäusern (Stand: 12.11.2021, 11:30 Uhr). Gestern waren es noch 1.204.

Weitere 291 Patientinnen und Patienten sind so schwer erkrankt, dass sie auf Intensivstationen behandelt werden. Im Vergleich zum Vortag sind das 26 weniger. Laut Divi-Intensivregister müssen 144 invasiv beatmet werden (Stand: 13.11.2021, 10:40 Uhr). Die Sieben-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen im Freistaat liegt bei 6,21. Es gilt weiterhin die sogenannte Vorwarnstufe.

Vorwarnstufe erreicht - aktuell gültige Regeln

In Sachsen ist aufgrund der Bettenbelegung mit Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern die Vorwarnstufe am 5. November in Kraft getreten. Der Belastungswert von 650 belegten Betten auf den Normalstationen war nach Ministeriumsangaben am 3. November am fünften Tag in Folge überschritten worden.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Anders als bei den Inzidenzwerten gilt bei der Bettenbelegung die 3+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

In Sachsen gilt seit dem 8. November eine neue Corona-Schutzverordnung. Darin hat die Landesregierung die Corona-Regeln verschärft. Unter anderem gilt damit eine 2G-Regelung. Sie sieht in der Innengastronomie, bei Veranstaltungen, in Freizeit- und Kultureinrichtungen, Clubs und Bars einen Zugang nur für Geimpfte und Genesene vor. Für Weihnachtsmärkte gilt eine gestaffelte Regelung. Nicht betroffen sind der Einzelhandel und Gottesdienste.

Bestehende Ausnahmeregelungen für Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die sich nicht impfen lassen können, gelten fort. Sie brauchen aber einen Test. An Arbeitgeber wird appelliert, den Beschäftigten Homeoffice zu ermöglichen.

Quelle: MDR/sth/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 11. November 2021 | 19:00 Uhr

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