Corona-Zahlen Sachsen mit bundesweit zweithöchster Inzidenz

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Sonntag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 113,8 auf 100.000 Einwohner. Sie ist im Vergleich zum Vortag (105,2) angestiegen. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 72,7.

Reagenzgläser mit der Beschriftung COVID-19
In Sachsen wurden binnen 24 Stunden 807 neue Corona-Infektionen festgestellt. Bildrechte: imago images/photothek

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Sonnabend bei 113,8 und ist damit im Vergleich zum Vortag (105,2) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 72,7. Nur Thüringen (135,6) hat eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Ein Mensch mit Covid-19 gestorben

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 807 neue Corona-Infektionen festgestellt. Ein Mensch mit Covid-19 ist gestorben. In Mittelsachsen ist die Infektionsrate mit 208,3 weiter am höchsten, gefolgt vom Erzgebirgskreis mit 185,3. Bei einem Wert von mehr als einhundert liegen außerdem die Wocheninzidenzen in den Landkreisen Zwickau (135,2), Bautzen (138,9), Görlitz (113,3), Meißen (100,3) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (128,7). In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 74,3, in Dresden 96,2 und in Chemnitz 98,6.

322 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 322 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 16.10.2021, 12:00 Uhr). 104 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 41 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 17.10.2021, 10:15 Uhr).

Die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung beträgt 3,52. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 650 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens sieben liegt und 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen bei mindestens 12 liegt und 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung und der 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen die 5+2-Regel.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg. Ein Überblick über die Regelungen in Sachsen finden Sie hier.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 16. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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