Corona-Zahlen Sachsen mit bundesweit zweithöchster Inzidenz - Hospitalisierungsrate steigt auf 4

Die Corona-Wocheninzidenz in Sachsen beträgt am Sonntag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) 178 auf 100.000 Einwohner. Sie ist im Vergleich zum Vortag (159) angestiegen. Der Freistaat liegt mit seiner Wocheninzidenz deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 106,3.

Reagenzgläser mit der Beschriftung COVID-19
In Sachsen wurden binnen 24 Stunden 1.428 neue Corona-Infektionen festgestellt. Bildrechte: imago images/photothek

Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt in Sachsen am Sonntag bei 178 und ist damit im Vergleich zum Vortag (159) angestiegen. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Infektionsrate im Freistaat liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 106,3. Nur Thüringen (219,7) hat eine höhere Zahl an Infektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

1.428 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden wurden in Sachsen 1.428 neue Corona-Infektionen festgestellt. Im Erzgebirgskreis ist die Infektionsrate mit 263,6 weiter am höchsten, gefolgt vom Landkreis Bautzen mit 240,9. Bei einem Wert von mehr als einhundert liegen außerdem die Wocheninzidenzen in den Landkreisen Leipzig (152,9), Zwickau (206,1), Bautzen (138,9), Görlitz (187,6), Meißen (202,6), Mittelsachsen (215,9), Nordsachsen (112,4) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (205,1). In den Großstädten betragen die Werte in Leipzig 89,4, in Dresden 212 und in Chemnitz 154,3. Damit liegen alle kreisfreien Städte und Landkreise in Sachsen, ausgenommen die Stadt Leipzig, oberhalb eines Wertes von 100.

378 Covid-Patienten im Krankenhaus

Das sächsische Sozialministerium informiert, dass 378 Menschen mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen (Stand 23.10.2021, 12:30 Uhr). 125 von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden. Laut RKI-Intensivregister werden 58 Erkrankte invasiv beatmet (Stand 23.10.2021, 12:15 Uhr).

Die 7-Tage-Inzidenz Hospitalisierung beträgt 4,07. Sie liegt unter dem Grenzwert zur Vorwarnstufe von sieben. Die Hospitalisierungsrate und die Bettenbelegung sind neben der Wocheninzidenz die entscheidenden Faktoren für den Gesamtumfang von Corona-Beschränkungen.

Vorwarn- und Überlastungsstufe Zusätzlich zu den Inzidenzwerten sieht die neue Schutzverordnung eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe aufgrund der Bettenbelegung in den sächsischen Kliniken vor. Die Vorwarnstufe gilt nun, wenn 650 Betten auf der Normalstation oder 180 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Überlastungsstufe ist erreicht, wenn 1.300 Betten auf der Normalstation oder wenn 420 Betten auf der Intensivstation mit Covid-19-Patienten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel.

In der aktuellen Corona-Schutzverordnung wird auch die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" als Kenngröße genannt. Sie ist aber nicht ausschlaggebend für das Eintreten der Vorwarn- und Überlastungsstufe. Die "7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen" beschreibt die Anzahl der ans Robert-Koch-Institut übermittelten Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in Krankenhäuser pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

Keine kostenlosen Schnelltests mehr

Seit dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests etwa für den Friseurbesuch oder das Essen im Restaurant selbst bezahlt werden. Die Kosten für die sogenannte Bürgertestung trägt nicht mehr der Bund. Aber für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten Ausnahmen und auch einige Kommunen gehen einen Sonderweg. Ein Überblick über die Regelungen in Sachsen finden Sie hier.

Zudem gilt seit dem 21. Oktober eine neue Corona-Schutzverordnung.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | MDR SACHSENSPIEGEL | 24. Oktober 2021 | 19:00 Uhr

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