Corona-Statistik Corona: Wocheninzidenz in Sachsen steigt weiter an

Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen steigen weiter an. Das geht aus den Meldungen der sächsischen Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut hervor.

Eine Frau mit Behelfs- Mund und Nasenmaske in der Innenstadt von Jena.
Bildrechte: imago images/MedienServiceMüller

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Erkrankungen in Sachsen ist weiter auf 35,8 gestiegen. Das geht aus der in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichten Statistik des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am Mittwoch lag der Wert bei 32,2. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gibt das RKI mit 83,5 (Vortag: 82,7) an. Die sächsischen Gesundheitsämter meldeten 393 Neuinfektionen mit dem Coronavirus.

Landkreis Zwickau mit höchster Inzidenz

Den höchsten Wert verzeichnet bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen laut RKI weiterhin der Landkreis Zwickau mit 63,9, gefolgt von der Landeshauptstadt Dresden mit 50,7. Die niedrigsten Werte haben die Landkreise Bautzen (18,4) und Nordsachsen (19,7)

22 Menschen mit Covid-19 auf der Intensivstation

Die Inzidenz der Neuinfektionen war bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden. In den sächsischen Kliniken werden derzeit 112 Covid-Patienten behandelt, 22 von ihnen auf Intensivstationen (Stand 8.9., 12 Uhr). Laut RKI-Intensivregister sind 13 Menschen so schwer erkrankt, dass sie beatmet werden müssen.

62 Prozent der Bevölkerung in Deutschland geimpft

Fast 62 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor. Demnach verabreichten die Ärzte am Dienstag gut 205.000 Impfdosen. Insgesamt haben fast 54,9 Millionen Menschen (66 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten. Vollständig geimpft wurden in Deutschland rund 51,3 Millionen (61,6 Prozent).

Dabei hat auf Landesebene der Stadtstaat Bremen mit 71,6 Prozent den höchsten Anteil vollständig Geimpfter sowie den größten Anteil mindestens einmal Geimpfter. Schlusslicht bei der Quote vollständig Geimpfter ist den Zahlen zufolge weiterhin Sachsen mit 52,5 Prozent. Auch bei den mindestens einmal Geimpften (55,7 Prozent) steht Sachsen als letztes Land in der Rangliste.

Vorwarnstufe und Überlastungsstufe Laut aktueller Corona-Schutzverordnung werden die Corona-Regeln in Sachsen in zwei Schritten verschärft. Zusätzlich zu den Inzidenzwerten gilt ab sofort die Belegung von Krankenhausbetten als Maßstab. Die sogenannte Vorwarnstufe ist erreicht, wenn 650 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind. Die Überlastungsstufe greift, sobald mindestens 1.300 Krankenhausbetten der Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten der Intensivstationen mit an Covid-19-Erkrankten belegt sind. Wie bei den Inzidenzwerten gilt auch bei der Bettenbelegung die 5+2-Regel: wenn eine der beiden Stufen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wurde, treten die entsprechenden Regelungen gemäß Corona-Schutzverordnung am übernächsten Tag in Kraft.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 09. September 2021 | 10:00 Uhr

5 Kommentare

mattotaupa vor 5 Wochen

"es gibt auch ein Leben nach der Pandemie" nun für über 92.000 leute allein in deutschland gibt es das nicht mehr und ohne impfungen und maßnahmen wären es weit mehr. die spaltung erfolgt vielmehr von leuten, die einen schutz ihrer mitmenschen ablehnen, die verbreitung eines für viele tötlichen virus begünstigen und sich gern als mögliche mutationsquelle bereitstellen.

DermbacherIn vor 5 Wochen

Was überhaupt jetzt alles schon angedacht ist, geht zu weit. Man wird nie alle zur Impfung bewegen können, egal wie viel man Druck ausübt und es gibt auch ein Leben nach der Pandemie. Sollte man sich immer in Erinnerung rufen, bevor man immer mehr spaltet.

Matthi vor 5 Wochen

Ich stelle mal eine These auf und freue mich auf eure Kommentare dazu. Je niedriger die Impfquote in den Regionen ist um so höher werden die Infektionzahlen.

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