Koalitionsausschuss Lehren aus Corona-Krise: Sachsen soll krisenfester werden

Die Corona-Pandemie legt die Schwachstellen in Wirtschaft und Gesellschaft schonungslos offen. Nun wollen die Regierungsparteien in Sachsen Lehren aus der Krise ziehen.

Ein grüner, ein roter und ein schwarzer Buntstift neben dem Wappen Sachsen
In Sachsen regieren CDU, Grüne und SPD Bildrechte: imago images/Steinach

Nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie will die sächsische Koalition den Freistaat krisenfester machen. "Die Pandemie zeigt uns, wo wir Stärken haben, aber auch, was es zu verbessern gilt", sagte CDU-Generalsekretär Alexander Dierks in Dresden. So müsse der Wirtschaftsstandort Sachsen weniger abhängig von Lieferketten werden.

Nach Angaben von Alexander Dierks hat sich die CDU mit den Koalitionspartnern von Grünen und SPD darauf verständigt, zu diesem Thema eine Arbeitsgruppe einzusetzen. Sie soll bis zum nächsten Koalitionsausschuss erste Vorschläge erarbeiten und bis zum Herbst weitere vorlegen.

Grüne: Technologien erneuerbarer Energien stärken

Wasserstoffauto an Wasserstofftankstelle des Fraunhofer-Instituts ISE in Freiburg: Weißer PKW mit buntem Werbeaufdruck und stromlinienförmigen, modernen aber zeitgenössischem Design.
Auto an Wasserstofftankstelle Bildrechte: imago/JOKER

"Für uns Bündnisgrüne ist dabei wichtig: Nach der Corona-Krise ist immer noch mitten in der Klima-Krise. Sachsen ist ein bedeutender Technologie- und Produktionsstandort im Bereich erneuerbare Energien", betonte Grünen-Chef Norman Volger. Man brauche Impulse, um diese Position weiter auszubauen und die sächsische Wirtschaft zukunftsfest zu machen.

Herausforderungen, aber auch Chancen

Henning Homann, SPD Sachsen
SPD-Generalsekretär Henning Homann Bildrechte: dpa

SPD-Generalsekretär Henning Homann sieht die Wirtschaft im Freistaat vor einer doppelten Herausforderung: "Die Folgen der Pandemie müssen bewältigt, die massiven Veränderungen durch Energiewende, Automatisierung, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz gemeistert werden. Gleichzeitig gibt es Chancen für völlig neue Branchen."

Der Koalitionsausschuss der schwarz-rot-grünen Landesregierung war zu einer turnusmäßigen Sitzung zusammengekommen - per Videokonferenz. Themen waren neben der Corona-Krise und ihren wirtschaftlichen Folgen auch das Energie- und Klimaprogramm sowie die Mietpreisbremse. Der Ausschuss besteht aus je sechs Mitgliedern der Koalitionsparteien. Ihm gehören auch der Ministerpräsident, seine beiden Stellvertreter sowie die Landes- und Fraktionsvorsitzenden an.

Quelle: MDR/dpa/sl

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.04.2021 | 06:00 Uhr in den Nachrichten

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